Venga/Jazz/C3 Picasso/Cube/Grand Modus
— 16.02.2010
Kia Venga gegen Mini-Van-Konkurrenz
Fünf Mini-Vans im Vergleichstest: Der neue Kia Venga tritt gegen Honda Jazz, Renault Grand Modus, Citroën C3 Picasso und den Nissan Cube an. Wer hat am Ende die Nase vorn?
Es sind die kleinen Dinge im Leben, die uns den Alltag versüßen. Dicke Klöße? Schwere Kost? Alles out!
SUV und große Vans machen zwar satt, doch im täglichen Umgang und mehr noch bei den Kosten liegen diese mächtigen Dinger schwer im Magen. Zum Glück geht es auch ohne teure Dickmacher. Ein vollwertiger Fünfsitzer mit ordentlichem Kofferabteil, variablem Innenraum und guten Fahrleistungen muss kein übergewichtiges Schlachtschiff sein. Im Gegenteil: Eine oder zwei Nummern kleiner öffnet sich eine Kiste, prallvoll mit Überraschungen.
Citroën C3 Picasso,
Honda Jazz,
Kia Venga,
Nissan Cube und
Renault Grand Modus sehen nicht nur lecker aus, sondern haben mit einer Länge um vier Meter eine bekömmliche Größe.
Bei Aufmachung und Inhalt indes reizt jeder mit einem eigenen Rezept. Die Wahl ist so schwierig wie der Griff in die Pralinenschachtel "Feine Auslese": Deckel auf und Fragezeichen-Blick. Welche nehmen? Zimttrüffel? Mandelsplitter? Die runde Kugel oder lieber das eckige Teil? Schwierig, schwierig. Jede einzelne Auto-Praline in diesem Testfeld scheint eine Versuchung wert. Aber ob die Füllung auch hält, was der appetitliche Überzug verspricht, muss neben der Geschmacksprobe die genaue Analyse der Inhaltsstoffe zeigen.
Der Honda Jazz ist der Evergreen unter der Raumkünstlern
Cooler Szenetyp: Der Nissan Cube sieht aus wie ein Stück Blockschokolade und ist in Japan angesagt wie ein iPod.
Die haben sich beim Honda Jazz bestens bewährt. Der Evergreen unter den Raumkünstlern ist bereits seit 2002 auf dem Markt und bietet mit seiner genialen Rückbank (ein Griff, und der Sitz fällt flach und bildet eine ebene Fläche) ein noch immer schmackhaftes Innenraumkonzept. Seit dem letzten Modellwechsel 2008 passen auch Antrieb und Fahrdynamik zum süßen Gesamtkonzept. Die beiden Franzosen, Renault Grand Modus und Citroën C3 Picasso, beweisen ebenfalls schon länger, dass ein hoher Kleinwagen bestens zum Auto-Alltag passt. Solide Frontantriebstechnik kombiniert mit großem, variablem Innenraum – fertig ist der charmante Raumkünstler.
Nach der gleichen Masche drängt jetzt der Kia Venga auf den Markt. Er basiert auf dem trendigen
Soul, bietet neben der erhöhten Sitzposition aber mehr Alltagsnutzen, die bessere Fahrwerkabstimmung und den günstigeren Preis. Im
Einzeltest gab der Koreaner bereits eine vielversprechende Premiere. Ist in der Korea-Schachtel womöglich noch mehr drin? Exotischer und klar an jugendliche Käufer gerichtet präsentiert sich der kantige Nissan Cube. Optisch wirkt er wie eine Tafel Ritter Sport unter lauter Pralinen. Eine völlig andere Geschmacksrichtung, dieser Mode-Japaner. In seiner Heimat ist er so angesagt wie ein iPod. Kann er auch deutsche Van-Fans begeistern? Eine wahrlich bunte Mischung also, die hier zum Vergleich mit der Vernunftmotorisierung zwischen 90 und 110 Benzin-PS antritt.
Das Ergebnis des Mini-Van-Vergleichs erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Testdaten und Technik-Tabellen gibt es als Download im Heftarchiv.
Jörg Maltzan
Fazit
Wieder einmal gilt: Die Koreaner sind die neuen Japaner. Fix und präzise bauen sie ein Auto, das vieles gut kann. So wie früher Toyota und Co. Wer einen kleinen Alleskönner sucht, ist mit dem Venga gut beraten. Der Van überzeugt in vielerlei Hinsicht. Respekt verdient der Verlierer. Als cooler Szenetyp fährt der Nissan gegen alle Konventionen an. Das macht ihn sympathisch. Lass ihn doch lauter und unpraktischer sein, die Franzosen-Schickeria verblasst dagegen. Der Cube könnte die Clubman-Fraktion der Mini-Fahrer ins Grübeln bringen. Nett – aber sehr teuer.
Kommentare zum Artikel (61)
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Mit den Honda Motoren kann man wirklich sehr sparsam umgehen. Es geht problemlos weniger zu verbrauchen als im Test wenn man mit niedrigen Drehzahlen fährt. Honda hat mehr Erfahrung als Kia. Kia kann vielleicht vom Aussehen etwas besser sein aber dafür baut Honda sehr zuverlässige Fahrzeuge. Nur weil der Kia den Test gewinnt heißt es noch lange nicht das er besser ist als die Konkurrenten.
@Klops2410 Na wenn du meinst... ;) Ich find ihn nicht so toll, aber jedem das seine!
Der Nissan Note (speziell mit den 1,6l Motor) hätte wahrscheinlich besser abgeschnitten. Sehe den neuen jetzt immer öfter auf der Strasse.
@Red. Hoffentlich kommt bald ein Test!
Ganz klar: Der Nissan Qube hat das g***ste Design von denen!!
UND DESHALB:
NISSAN QUBE FOR THE WINNNNNNN!!!!!! YEAHHHH!!!!! muaahhahah
Ich denke,das es zum großteil damit zu tun hat ,das er eines der ersten,weitest gehend aus Aluminium gebauten Autos war und er besitzt ja viel Technik die Damals,Anno 1990 nicht üblich war.Und der Motor ist natürlich ein Traum :).Aber was er so im Unterhalt kostet,kann man sich ja denken^^.Er ist der erste,richtige Sportwagen aus Japan mit viel Formel 1 technik und mit den Konkurenten(Ferrari,Porsche...)konnte er mithalten,wenn auch etwas langsamer.Trotz seiner 15 Jahre wirkt er immer noch wunderschön und ich würd ihn nie wieder her geben.Gruß
@Honda89
einen NSX? Wahnsinn, war lange in den Wagen verliebt. Doch wie kam eigentlich der extrem hohe Preis gegenüber seinen Konkurrenten zustande?