Ventilschäden bei Kleinlastern

Ventilschäden bei Kleinlastern Ventilschäden bei Kleinlastern

Ventilschäden bei Kleinlastern

— 24.07.2006

Wann reagieren die Hersteller?

Große Leser-Resonanz auf defekte Reifen-Ventile bei Kleintransportern: Offenbar sind weitere Hersteller und Wohnmobile betroffen.

Die Gefahr von Reifendefekten durch den Einsatz von Gummiventilen an Kleintransportern und Wohnmobilen scheint weit größer als bisher angenommen. Das zeigen die zahlreichen Leserzuschriften auf den Bericht in AUTO BILD 27/06. Neben den bisher bekannten Typen Opel Vivaro, Renault Trafic, Ford Transit und Mercedes Sprinter sind nach Angaben der Leser weitere Transporter betroffen, zum Beispiel VW T4 und T5 oder Fiat Ducato.

Auch Wohnmobile auf Transporterbasis fahren meist auf Gummiventilen vom Typ TR414. Diese sind den hohen Belastungen oft nicht gewachsen und reißen am Ventilfuß – dadurch kann der Reifen schlagartig an Luft verlieren und das Fahrzeug außer Kontrolle geraten. "Das sind tickende Zeitbomben", sagt Michael Immler von der bayerischen Vulkaniseur-Innung. Er fordert die Hersteller auf, künftig schon ab Werk die sichereren Metallventile zu verwenden: "Diese sind nur zwischen 20 Cent bis ein Euro teurer als Gummiventile."

Auch der DEKRA-Sachverständige Franz Nowakowski rät dringend zum Einsatz der Metallvariante: "Notfalls muß der Kunde auf eigene Faust umrüsten lassen." Ohne Wuchten kostet das etwa 20 Euro. Aber wann reagieren die Hersteller? Sie sprechen bislang nur von wenigen bekannten Einzelfällen. Das könnte allerdings daran liegen, dass viele Kunden ihre defekten Reifen einfach wechseln und entsorgen – ohne einen Blick auf das möglicherweise beschädigte Ventil zu werfen.

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