Kfz-Kennzeichen

Vereinfachung Kfz-Zulassung

— 27.02.2008

Schnelle Nummer

Die Zulassung von Kraftfahrzeugen soll künftig schneller vonstatten gehen. Eine siebenstellige Nummer macht es möglich. Den Gang zur Zulassungstelle erspart sie dennoch nicht.

Weniger Bürokratie, kürzere Wartezeiten: Die deutsche Versicherungswirtschaft vereinfacht ab dem 1. März 2008 die Zulassung von Autos, Lastwagen oder Motorrädern. 300 der rund 450 Zulassungsstellen führen eine elektronische Versicherungsbestätigung ein, der Rest zieht nach. Statt der bisher üblichen Doppelkarte aus Papier erhalten Autobesitzer von ihrer Versicherung künftig eine siebenstellige Buchstaben- und Zahlenkombination, die sogenannte VB-Nummer. Diese Nummer führt zu einer Datei, die den Namen, Anschrift und die Kfz-Daten des Kunden enthält. Erstellt wird die Nummer vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungsgesellschaft. Jede Nummer passt zu einem Versicherungsauftrag, jeder Kunde kann beliebig viele solcher Datenpakete anlegen lassen. Die gewünschte VB-Nummer teilt man bei Anmelden seines Autos der Zulassungsstelle mit und die Daten werden von dem Amt überprüft. Wird eine VB-Nummer nicht genutzt, verfällt sie spätestens nach 18 Monaten.

Vorteil: Warte- und Bearbeitungszeiten verkürzen sich

Die benötigten Daten werden elektronisch zwischen Versicherung, Kraftfahrzeug-Bundesamt und Zulassungsstellen ausgetauscht. "Dadurch verkürzen sich die Warte- und Bearbeitungszeiten", sagte Ulrich Kasparick, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. An den Zulassungsstellen müssen ab dem 1. März keine schriftliche Versicherungsbestätigung mehr vorgelegt werden, sondern einzig die VB-Nummer angegeben werden. Für eine Übergangszeit soll es bis Ende des Jahres eine Doppellösung geben. Der neue Code ist dann auf der Versicherungskarte aufgedruckt. Die Karte aus Papier soll später wegfallen. Die Versicherungsbranche hat nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro in die neue Methode investiert und erhofft sich für die Zukunft Einsparungen. Die erhoffte Summe wollte der GDV nicht nennen. Durch den elektronischen Weg könnten jedoch 340 Tonnen Papier im Jahr eingespart werden. Trotz der hohen Investitionen ist es nicht gelungen, einen einfachen und sicheren Weg für die Datenübertragung per Internet zu entwickeln.

Der Gang zur Zulassungsstelle ist weiter ein notwendiges Übel, trotzdem technisch gesehen die Daten über das Internet übermittelt werden könnten. "Sorgfalt geht bei der Datensicherung vor Tempo", sagte Kasparick. Sicherungssysteme wie eine elektronische Signatur stelle für viele Menschen ein zu hohes Hindernis da. Jedoch werde in Hamburg zurzeit an einem Pilotprojekt gearbeitet, bei welchem das Auto von Zuhause aus angemeldet werden kann. Zu Personaleinsparungen in den Ämtern wollte sich Kasparick nicht näher äußern. "Dazu kann man im Moment aufgrund fehlender Erfahrungen nichts Seriöses sagen."

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