Verengte Spur: Fahrzeugbreite — 24.11.2011
Breitere Spuren kommen
Viele Autos sind breiter als zwei Meter – und dürfen die verengten Spuren auf Autobahnbaustellen nicht befahren. Jetzt sollen die Spuren um zehn Zentimeter wachsen.
Schon 2012 könnten Fahrspuren in Autobahnbaustellen breiter werden: Die entsprechende "Richtlinie zur Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen" wird derzeit überarbeitet und soll 2012 in Kraft treten. Sie sieht eine Mindestbreite von 2,60 Metern für Fahrspuren vor. Die maximal zulässige Fahrzeugbreite betrüge dann mindestens 2,10 Meter – statt
bisher nur zwei Meter. Experten bezweifeln allerdings, ob so die Unfallzahlen sinken: "Nach unseren Erkenntnissen passieren in Baustellen mit schmalen linken Fahrstreifen verhältnismäßig wenig Unfälle", sagt Uwe Ellmers, Leiter des Arbeitskreises Arbeitsstellen bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Eine Untersuchung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Dass der Zuwachs mit zehn Zentimetern auf den ersten Blick klein ausfällt, liege zum einen "an den Querschnitten der vorhandenen Fahrbahnen und daran, dass sich häufig Brücken und andere Bauwerke so nah an der Fahrbahn befinden", so Ellmers weiter.
Oben in der Bildergalerie: Diese Autos sind breiter als zwei Meter!
Die wirkliche Fahrzeugbreite lässt sich nur durch Nachmessen feststellen.
Das Thema hatte schon einmal für Verwirrung gesorgt. Ob ein Auto auf der Zweimeter-Spur fahren darf, hängt nämlich nicht von der Breite ab, die im Fahrzeugschein steht. Dort ist lediglich die Breite ohne Anbauteile eingetragen, also ohne Außenspiegel. Werden die Rückspiegel mitgezählt, dann sieht die Sache auf einmal ganz anders aus – und es wird klar, dass bereits ein Audi A3 mit insgesamt 2,025 Metern Spannweite (inklusive Spiegeln) in einer engen Baustelle auf der rechten Spur bleiben muss!
Kommentare zum Artikel (15)
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Ich bin dafür, dass alle die ein Auto breiter als 2m (mit Spiegel) fahren, ab sofort in den Baustellen tatsächlich rechts fahren. Soll sich doch die Polizei mit dem Verkehrscaos auseinandersetzen.
Es gibt aber auch ausreichend Baustellen, in welchen 80km/h erlaubt ist, die rechte Spur aber aus verschiedenen Gründen nur mit 50-60km/h läuft. Dann kommen die LKW Fahrer als Oberlehrer und fahren mittig, was das Überholen auch mit schmalen (und legal dort fahrenden) Fahrzeugen unmöglich macht. Bei kilometerlangen Baustellen nervlich sehr anstrengend...und außerdem Nötigung.
Das Problem ist, dass rechts Laster genug Platz haben und ihr 89km/h-Limit voll ausnutzen. Will man vorbei muss man an die 100km/h fahren und das trauen sich bei 80km/h-Limit und im Abstand von einem halben Meter die wenigsten. Deswegen ist schon seit Längerem in fast allen Baustellen in BW durchgängig oder an den Enden 60!
Ich hab 1,81m Breite ohne und 1,98m mit Spiegeln, bleibe aber meistens rechts. Man fährt auch rechts schneller als das Tempolimit, es ist absolut streßfrei und links kommt man wegen Idioten wie oben im Bild zu sehen eh nicht vorbei.
Der schmale Streifen ist doch nur als Bremse da. Einige meinen mit 100 km/h durch eine Baustelle zu rasen. Die werden durch einen solchen Fahrstreifen auf die maximal erlaubte Geschwindigkeit eingebremst. Da sie in der Regel keine Möglichkeit haben andere Autos zu überholen.
Ich bin für die Spur!
Warum kann man nicht einfach eine breite Spur machen, 1000 Meter davor ein Schild "Baustelle - rechts einordnen" und dann könnte der Verkehr mit 100 durchfahren, weil keiner den anderen bedrängt?