Vergleich BMW X1/Mercedes GLK/Volvo XC60 — 19.12.2009
Der BMW X1 schlägt wieder zu
Rustikal und kantig, schneidig und flott oder zeitlos elegant? Mercedes GLK, BMW X1 und Volvo XC60 pflegen ihren eigenen Stil. Welcher von den dreien ist der beste Typ? AUTO BILD hat verglichen.
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Vergleichsweise zierlich tritt der BMW auf, gerade mal 1,55 Meter hoch. Mercedes (1,69) und Volvo (1,71) überragen ihn fast um einen Kopf. Schlank und geduckt steht der X1 da – und hat überraschend nicht so viel weniger Platz als die beiden anderen. Der Fahrer sitzt – BMW-typisch – wie mit dem Auto verschraubt in einem knapp anliegenden Cockpit. Es fehlt ihm im Grunde nur noch die Rennkombi. Immerhin bietet der Fond so viel Raum wie der im Mercedes – gar nicht ungemütlich hier, erst hinter groß gewachsenen Piloten wird es für Hinterbänkler wirklich eng. Der GLK dagegen: ein Typ mit Ecken und Kanten. Wie vom Forstmann selbst geschnitzt. Geradlinig und schnörkellos, die eckige Linie setzt sich im Cockpit fort. Das ermöglicht eine aufrechte Sitzposition mit gutem Überblick, fast wie auf dem Hochsitz. Sein zupackendes Wesen betont der Mercedes mit einem 450 bis 1550 Liter großen Kofferraum. Dagegen wirken die 420 bis 1350 Liter des BMW doch eher schmächtig.Der Fünfzylinder-Diesel im XC60 ist ein kerniger und sympathischer Typ
Der Volvo darf 495 bis 1455 Liter laden und mit 529 Kilo die höchste Zuladung schleppen (BMW nur 448 Kilo, GLK 506 Kilo). Aber Wildbret bekommt der schicke Schwede vermutlich nie zu sehen. Hier wird wohl eher der Architekt seine Hausmodelle unterbringen. Und die besitzen hoffentlich den gleichen Schick wie der XC60. Vorn hat Volvo den Platz allerdings elegant verschwendet – es wirkt luftig, dabei gibt es messbar gar nicht mehr davon. Erst der Fond ist geräumiger als die Rückbank in Benz und BMW, auf den bequemen Volvo-Sitzen sind die Käufer der Immobilien standesgemäß untergebracht. Das XC60-Triebwerk trägt dagegen eher Blaumann als Dreiteiler: Der kernige Fünfzylinder schiebt mit seinen 205 PS und typisch knurrigem Ton ordentlich an. Ein sympathischer Typ, doch auf Dauer kann er mit den beiden deutschen Super-Dieseln nicht ganz mithalten.BMW und Mercedes gehen energischer zur Sache, dazu läuft der Volvo rauer als die beiden Vierzylinder. Und er schenkt sich mit 9,0 Litern großzügig ein. Der Mercedes gönnt sich immerhin noch 8,6 Liter, dem BMW genügen im Testschnitt 7,8 Liter. Der XC60 kommt verhaltener in die Gänge, auch wegen der schläfrigen Sechsstufenautomatik. Doch das macht gefühlt nichts, denn das Gesamtkonzept stimmt. Der Schwede fährt gemütlicher als die beiden Deutschen, schaukelt entspannt durch die Gegend. Man könnte auch sagen: lässig. Ein Großstädter beim Flanieren. Der BMW nimmt die Sache viel ernster: Sein Zweiliter-Kraftwerk mit 204 PS hat den Willen und den Ehrgeiz eines Sportlers – obwohl oder gerade weil es ein Diesel ist. Mit kräftigem Antritt und ausgeprägter Drehfreude garantiert der Vierzylinder zügigen Vortrieb, läuft aber rauer als sein 177-PS-Bruder. Der Sechsstufenautomat reagiert passend schnell und zügig. Eine tolle Antriebseinheit, die mit dem straffen Fahrwerk harmoniert.
In Sachen Agilität bewegt sich der GLK fast auf Augenhöhe mit dem X1
Nein, wie ein SUV fährt dieser X1 wirklich nicht. Sondern flink, fast ohne Wanken und Schaukeln, mit feinnerviger Lenkung. Wie nicht anders zu erwarten, federt er stramm, die 18-Zoll-Runflat-Reifen rollen arg hölzern ab. Vor allem auf schnellen Querfugen stuckert der X1 und haut dem Sportfahrer kräftig in die Bandscheiben. Der Mercedes besitzt einen ähnlich hellwachen Diesel wie der BMW. Auch wenn man dem eckigen GLK so viel Feuer erst gar nicht zutraut – mit dem Zweiliter-Vierzylinder mit ebenfalls 204 PS flitzt er wie ein angeschossener Keiler durch die Gegend. Besonders dann, wenn er wie unser Testwagen mit Sportfahrwerk und 19-Zöllern aus dem Sportpaket Exterieur ausgerüstet ist (Aufpreis 1845 Euro). Damit fährt der GLK fast so agil wie der X1 , aber eben nur fast: Die Lenkung spricht nicht ganz so gefühlvoll an, die bessere Handlichkeit bringt aber Komforteinbußen mit sich. Kurze Wellen nimmt er sehr steif.Weitere Details zu den drei SUV finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Heftarchiv.
| Fahrzeugdaten | BMW | Mercedes | Volvo |
|---|---|---|---|
| Motor | Vierzylinder, Biturbo, vorn längs | Vierzylinder, Biturbo, vorn längs | Fünfzylinder, Turbo, vorn quer |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 |
| Nockenwellenantrieb | Kette | Kette | Zahnriemen |
| Hubraum | 1995 cm³ | 2143 cm³ | 2400 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 150 (204)/4400 | 150 (204)/4200 | 151 (205)/4000 |
| Nm bei 1/min | 400/2000 | 500/1600 | 420/1500 |
| Vmax | 223 km/h | 213 km/h | 205 km/h |
| Getriebe | Sechsstufen-Automatik | Siebenstufen-Automatik | Sechsstufen-Automatik |
| Antrieb | Allradantrieb | Allradantrieb | Allradantrieb |
| Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung | 225/45 R 18 V | 235/50 – 255/45 R 19 W | 235/60 R 18 V |
| Radgröße | 8 x 18" | 7,5 – 8,5 x 19" | 7,5 x 18" |
| Abgas CO2 | 167 g/km | 176 g/km | 199 g/km |
| Verbrauch* | 7,8/5,5/6,3 l | 8,4/5,7/6,7 l | 10,1/6,1/7,5 l |
| Tankinhalt | 61 l/Diesel | 59 l/Diesel | 70 l/Diesel |
| Vorbeifahrgeräusch | 71 dB (A) | 72 dB (A) | 74 dB (A) |
| Anhängelast gebr./ungebr. | 2000/750 kg | 2000/750 kg | 2000/750 kg |
| Kofferraumvolumen | 420–1350 l | 450–1550 l | 495–1455 l |
| *innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km | |||
| Messwerte | BMW | Mercedes | Volvo |
|---|---|---|---|
| Beschleunigung | |||
| 0–50 km/h | 2,4 s | 2,5 s | 3,4 s |
| 0–100 km/h | 7,6 s | 8,2 s | 9,6 s |
| 0–130 km/h | 12,7 s | 14,1 s | 15,7 s |
| Zwischenspurt | |||
| 60–100 km/h | 4,4 s | 4,9 s | 5,2 s |
| 80–120 km/h | 5,6 s | 6,2 s | 6,7 s |
| Leergewicht/Zuladung | 1712/448 kg | 1934/506 kg | 1976/529 kg |
| Gewichtsverteilung v./h. | 52/48 % | 55/45 % | 58/42 % |
| Wendekreis links/rechts | 11,9/11,9 m | 11,6/11,4 m | 12,3/12,0 m |
| Bremsweg | |||
| aus 100 km/h kalt | 35,8 m | 36,7 m | 38,6 m |
| aus 100 km/h warm | 35,3 m | 36,3 m | 38,1 m |
| Innengeräusch | |||
| bei 50 km/h | 57 dB (A) | 57 dB (A) | 58 dB (A) |
| bei 100 km/h | 66 dB (A) | 65 dB (A) | 66 dB (A) |
| bei 130 km/h | 71 dB (A) | 70 dB (A) | 70 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 | 7,8 l D – 207 g/km | 8,6 l D – 228 g/km | 9,0 l D – 239 g/km |
| Reichweite | 780 km | 680 km | 780 km |
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Kommentare zum Artikel (51)
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Der X1 ist ist viel kleiner als die anderen. Meine Kinder können hinten nicht sitzen und der Kofferraum ist megaklein. Der GLK ist ein guter Wagen, hat mich aber nicht überzeugt. Ich hatte nie das Gefühl in einem Mercedes, einem Luxuswagen zu fahren.
Den Volvo finden wir alle am bequemsten. Wir schleudern nicht um Verkehrshütchen und jagen keine Serpentinen hinauf, sondern wollen bequem und flott unterwegs sein. Das kann der Volvo! Fazit ein wunderschöner, bequemer, sicherer Wagen.
Mal ehrlich, welches Auto habt Ihr alle schonmal 300.000 Km ohne jegliche Probleme gefahren ??? und das mit 9 Litern Verbrauch bei über 2000 Kg Leergewicht ? Es gibt für mich keinen besseren und schöneren SUV als meinen XC 90. Übribens : nach dem Nissan Patrol GR und dem DB - G ist nach ADAC - Studio der XC 90 das sicherste Auto überhaupt auf Deutschlands Strassen....
Selber habe ich GLK, X3 (passt wesentlich besser), Q5 und XC60 getestet.
Augenscheinlich habe ich mich mehr darum bemüht zu wissen was ich teste. Ebenso habe ich mir nicht bei bestimmten Fahrzeugen rausgesucht was besonders toll ist oder bei anderen praktische und durchdachte Details unterschlage um die Konkurenz besser aussehen zu lassen. Ich habe mich nicht vom Zahlenwerk der Hersteller blenden lassen und die Fahrzeuge als Familienvater Zielgruppengetreu unter die Lupe genommen.
Warum kann eine Tester nicht wie ein Verbraucher denken?
ich habe kürzlich einen bmw X1 gesehen und dachte sofort an SUBARU......
Warum können die deutschen Tester nicht objektiv genug sein und auch andere Fabrikate so bewerten wie es ihnen zusteht. Der Volvo sieht um Längen besser aus als alle übrigen und bietet auch rundherum mehr. Ich habe alle drei Autos getestet und meine Eindrücke bekommen. Der Volvo XC60 ist der Gewinner