Vergleich VW Polo gegen Skoda Fabia

— 25.06.2009

Besser als der Beste?

Tag der Entscheidung: Erstmals muss sich der neue VW Polo nach Punkten beweisen. Und das gleich gegen den aktuellen Kleinwagenkönig und Konzernbruder Fabia. Kann der Volkswagen den Skoda vom Thron stoßen?
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Von Gerald Czajka Spätestens seit Aschenputtel weiß jedes Kind: Stiefkinder haben es schwer. Das gilt nicht nur im Märchen, sondern auch in allerbesten Auto-Kreisen. VW etwa legt seine ganze Liebe und Leidenschaft dem neuen Polo in die Wiege. Brandneue Plattform (Werkscode: 6R), moderner Common- Rail-Diesel, dynamisches Design – ein Kleinwagen, der ganz frech Golf spielen darf. Hochgelobt, aber bisher nicht gepunktet, muss sich der Polo jetzt seinem Stiefbruder Skoda Fabia stellen. Und damit der AUTO BILD-Seriensieger dem Wolfsburger Wunschkind nicht die Show stiehlt, geben die Konzern-Eltern ihm die schlechteren Anlagen mit auf den Weg. Der Verwandte aus dem Osten muss sowohl Plattform als auch Pumpe-Düse-TDI des auslaufenden Polo (9N) auftragen.
Volkswagen steckt den neuen Polo in einen Designerkittel nach Golf-Vorbild
Karosserie: Optisch wirkt der Skoda tatsächlich wie der brave Hausanzug, der neben dem Designerkittel des Polo verblasst. Das ist natürlich eine Frage des Geschmacks, doch letztlich zählen in diesem Vergleich ohnehin die inneren Werte. Und von denen hat der Fabia reichlich zu bieten. Vorn würden wir in beiden Kleinwagen sofort auf große Reise gehen. Auch wenn die Sitzposition im Fabia zu hoch und die Beinauflage beim Polo zu kurz ausfällt, überzeugen beide mit erwachsenem Platzangebot. Unterschiede? Der Polo ist eine Spur sorgfältiger verarbeitet, dank versenkbarer Kopfstützen lässt sich die Rückbank flotter umlegen. Im Fond zahlt der Polo dann die Zeche für seine schöne Schale. Trotz vergleichbarer Abmessungen kneift es hinten im Wolfsburger mehr als im Fabia. Kopf und Knie stoßen früher an Grenzen, der Einstieg gestaltet sich wegen des erheblich kleineren Türausschnitts schwieriger. Wo VW den Platz lässt, bleibt unklar. Denn auch beim Kofferpacken zieht er den Kürzeren. Der Fabia schluckt mindestens ein Schminkköfferchen mehr, bei umgelegter Fondbank stopfen wir sogar zwei Reisetaschen zusätzlich ins Skoda-Heck. Der VW sichert sich dafür den Praxispreis. Durch den doppelten Ladeboden wird der Kofferraum zwar noch kleiner, gleichzeitig verschwindet aber auch die Ladekante innen (im Fabia immerhin 17 cm), und nach dem Umlegen der zweiten Reihe eröffnet sich eine vollkommen ebene Ladezone (im Skoda stört ein Absatz).
Der Pumpe-Düse-TDI lässt den Fabia im Vergleich ziemlich alt aussehen
Handicap Motor: Mit dem Pumpe-Düse-TDI kommt der Fabia nicht am Polo vorbei.
Handicap Motor: Mit dem Pumpe-Düse-TDI kommt der Fabia nicht am Polo vorbei.
Antrieb:
Der alte "Rumpel-Düse"-TDI im Fabia hat nicht den Hauch einer Chance gegen den modernen Common-Rail-Diesel im Polo. Beide leisten 105 PS, der VW bringt seine Nase aber immer als Erster durchs Ziel, läuft deutlich leiser und verbraucht auch noch 0,8 Liter weniger. Dazu nutzt der 1,6-Liter von VW das Drehzahlband effektiver, spricht gleichmäßiger an und sichert sich trotz längerer Getriebeübersetzung den ersten Platz beim Überholen. Hier muss Skoda passen. Und sollte hoffen, von VW bald den modernen Selbstzünder zu bekommen. Komfort: Sie sehen schick aus, kosten aber Komfort: Fabia und Polo treten jeweils auf 16-Zoll-Rädern mit 45er-Querschnitt an. Der ohnehin straff abgestimmte Skoda stolpert so über kleine Unebenheiten und lässt insbesondere Langsamfahrkomfort vermissen. Auch der VW überzeugt auf Asphaltflicken in der Stadt nicht wirklich, leitet Stöße ungebührlich direkt in den verlängerten Rücken seiner Gäste. Beide wissen dafür auf schnellen Passagen mit langen Wellen zu überzeugen, wobei der Polo die Berg-und-Tal-Fahrt noch souveräner packt. In beiden Minis überzeugend: bequeme Polster mit viel Seitenhalt.

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Fahrdynamik: Breite 16-Zöller, ESP, feine Lenkungen – auf der Testpiste garantieren Polo wie Fabia Spaß ohne Risiko. Der VW sammelt dank der etwas verbindlicheren Lenkung, einer harmonischeren ESP-Abstimmung und fast einem Meter weniger Bremsweg aus Tempo 100 den einen oder anderen Zusatzpunkt. Was uns stört: Kopfairbags kosten nur vorn keinen Aufpreis, hinten werden 465 Euro fällig – bei Skoda gehören durchgehende "Kopfkissen" zur Serie. Kosten: Wer Skoda bisher unter "gut und günstig" abgespeichert hatte, muss umdenken. Im Grundpreis liegt der Fabia 1.9 TDI Ambiente nur 165 Euro unter dem des Polo 1.6 TDI Comfortline (beide mit Partikelfilter). Ausstattungsbereinigt wächst der Preisvorteil zwar auf rund 1000 Euro, beim Fabia bekommt der Kunde aber auch ältere Technik. Zudem kostet der VW dank Euro 5 bis 31. Dezember 2010 nicht mal Steuer (Fabia mit Euro 4: 293 Euro/Jahr). Wir lernen: Märchen werden selten wahr. Auch im wahren Leben haben es Stiefkinder verdammt schwer.

Weitere Details zu Polo und Fabia gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen finden Sie als Download im Heftarchiv.
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Sven,
10.07.2009 13:53Uhr
Wer sich mal die Mühe machen würde und den neuen Polo mit dem Fabia direkt vergleicht, wird feststellen wie billig der Fabia wirkt!
Klar ist der Fabia ein tolles Fahrzeug aber der Polo ist einfach chicker, moderner und neuer.
Der 1,6 TDI wird bestimmt bald auch im Fabia zu finden sein, wer sich allerdings mal den Anteil an Fabia 1,9 TDI anschaut wird feststellen das den kaum jemand nimmt.
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deichgraf63,
28.06.2009 10:00Uhr
Bei einem Polo war die Blende für Rad. Kl. n. richtig verclipst,. Spalte der Türverkl. z. Tür verlaufen ungl.m., beim TDI kommt man n. an die Scheinwerferll. heran, beim Öffnen der Motorh. hilft nur ein kl. or. Aufkl., b. TDI nichts, wohin man die Stange in der Haube steckt, die Schweller sind n. gegen Verkratzen geschützt. Die stärkeren Benz. sind n. als Trendline lieferb. bei dem Spiegel u. Türgriffe n. in Wagenfarbe sind, Stoßfänger bei allen Vers. Ich würde 500€ für schw., unlackiert zahlen. In der Mikoist hi. d. Becherhaltern ein Ablagefach, wie soll man da mal gründlich reinigen können? Eintrag melden
Thomas,
27.06.2009 14:14Uhr
Der hochgelobte Skoda, der alles gewonnen aht, selbst gegen den um Meilen besseren Ibiza. Doch jetzt kommt der Polo und auf einmal deklassiert er alle. Sehr komisch.

PS
AutoBild Der Ibiza hat jetzt auch den Common-Rail. Ist er automatisch jetzt 2. Und der neue Polo ist bestimmt nciht geräumiger als der Ibiza udn schon gar nicht billiger. Naja VW gewinnt immer oder Skoda.
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Steel,
26.06.2009 14:43Uhr
Soso, der selbsternannte Kleinwagenkönig Skoda Fabia mal wieder. Was konnte der nochmal besser als ein Honda Jazz?
Um unter 7l auf 100km zu verbrauchen, braucht man keinen teuren TSI Motor; Leider hat sich bei den Saugmotoren bei der VAG seit 20 Jahren augenscheinlich nur die Abgasnorm verbessert.
Die Zulademöglichkeiten sind ja wohl ein Witz, seit dem Golf 5 kriegt man nicht mal mehr den kleinsten (50cm breit!) Ikea Schrank ordentlich eingeladen. Und wer der Meinung ist, die gezeigte Ladefläche im Polo sei "eben", dem empfehle ich mal sich für ein paar minuten drauf zu legen.
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Der C,
26.06.2009 10:02Uhr
Es ist wohl besser den mittleren Polo-Motor zu vergleichen mit den dicksten im Fabia und dann bei der Geringsten differenz (ca. 1000 EUR) den gerade neuen mit dem alten Modell zu vergleichen. Man hätte ja auch den neuen Ibiza nehmen können mit der gleichen Plattform und vergleichbaren Motor, aber bei allen subjektiven Werte hat ja VW und danach die Sub-Marken sowieso die Nase vorn, so dass man auch mal den Verbrauch aus dem Datenblatt nimmt. Bitte auch mal die TSIs nehmen im Vergleich zu Mitbewerbern - die sind preislich noch abgehobener als die TDI's. Eintrag melden
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Wieder mal gewinnt VW. Langweilig, sicher. Aber was die Wolfsburger hier auf die Räder stellen, ist nun mal von allererster Güte. Die moderne Architektur, ein neuer Common-Rail-Diesel zum Spurten und Sparen, die hochwertige Verarbeitung – dieser Polo legt die Messlatte verdammt hoch. So hoch, dass selbst der Seriensieger Fabia nicht rankommt.
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