Vergleichstest: Audi TT gegen Nissan 370Z gegen BMW Z4 — 26.03.2010
Top-Roadster unter sich
Audi TT RS, BMW Z4 35is und Nissan 370Z – drei Roadster, scharf wie Fisherman's Friend. Drei Traum-Zweisitzer mit zusammen über 1000 PS. Welcher stürmt an die Spitze?
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Drei dieser höllisch heißen Himmelsstürmer haben wir für Sie ausgesucht. Also bitte: Dach auf für #PARSER#SR TT iduA#PARSER#, BMW Z4 35is und Nissan 370Z Roadster – drei extrascharfe Freunde des Fisherman’s, die uns selbst im Winter wärmen wie die stärkste Sommersonne. Spot an für Audi: Verarbeitung und Materialauswahl lassen Sorgfalt und Hingabe erkennen, die Sitze umschließen den Fahrer wie Abrahams Schoß, das Stoffverdeck steht dem Blechdach des "D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%WMB#PARSER# kaum nach. Einzig die Kante der Mittelkonsole nervt, beschert dem Fahrer blaue Flecken am rechten Knie. Auch im Z4 sitzen wir in einem schmalen Tunnel, stoßen aber nirgendwo an. Im Gegenteil. Alles passt wie maßgeschneidert, als sei es um den Fahrer herumkonstruiert worden. Allein die Automatik braucht Feingefühl. Schnelle Wechsel zwischen D und R enden oft mit einem sanften Gong und der falschen Fahrstufe. Bei geöffneter Tür springt der Gang raus – sicher, aber gewöhnungsbedürftig.Überblick: Alle News und Tests zum BMW Z4
Nissan versteht den Fahrersitz schließlich als Arbeitsplatz. Viel einfaches Plastik, ungeschickt platzierte Schalter und starke Windgeräusche ab 200 km/h machen den 370Z zur Angelegenheit für harte Hunde. Da verwundert das vollelektrische Dach (wie Audi und BMW). Die drei Roadster eint ihre erfrischende Schärfe. Der Z4 35is mit prächtigem Reihensechser und traumwandlerisch schnellem Doppelkupplungsgetriebe bleibt nur anfangs hinter dem ebenfalls 340 PS starken TT RS zurück, holt dann aber mächtig auf. Gerade obenraus dreht der von zwei kleinen Turbos befeuerte Dreiliter wie ein Berserker, liefert mit Overboost bemerkenswerte 500 Nm Drehmoment. Auf der Rennstrecke überrascht der Z4 dann trotz Sportfahrwerks mit deutlichen Aufbaubewegungen. Auch wenn die präzise Lenkung und die feinfühlig regelnde Elektronik für schnelle Rundenzeiten und ordentlich Spaß sorgen, ist der 35is nur bedingt als M-Ersatz geeignet.Im Audi geht es heftiger zur Sache. Doch dafür entschädigt der Fünfzylinder mit Gänsehaut-Grollen, Oscar-verdächtiger ESP-Abstimmung und makelloser Handschaltung. Schon bei niedrigen Drehzahlen bringt der Turbo Leben in die RS-Rakete, ganze Lkw-Kolonnen frisst sie im Zeitraffer und rennt fröhlich pfeifend in den Begrenzer. Gegenüber diesem furiosen Feuerwerk nimmt sich das tolle Handling beinah schon langweilig aus. Im Sportmodus seziert das ESP Kurven so präzise und schnell, dass es einem fast schon unheimlich ist. Im 370Z weht ein anderer Wind. Die Lenkung erfordert Kraft, die Schaltung viel Nachdruck, die Kupplung eine trainierte Wade – den 370Z muss man erobern.
Überblick: Alle News und Tests zum Nissan 370Z
Wer das auf sich nimmt, wird auf der Rennstrecke mit mächtig Dampf und ehrlichem Quertreiben belohnt. Okay, der 328 PS starke Längsmotor klingt nicht gerade aufregend, schiebt aber ordentlich an – ohne dass er Audi und BMW wirklich folgen könnte. Spaß bereitet der "D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%nassiN#PARSER# dennoch – weil er nicht so synthetisch-perfekt daherkommt wie der Audi. Ein Auto wie Männer eben – ehrlich und nicht ganz fehlerfrei. Garantiert kein Fehler ist der Preis des Nissan Roadster: ab 41.390 Euro liegen gegenüber Audi (ab 58.650 Euro) und BMW (ab 56.750 Euro) fast schon im Schnäppchenbereich – das nennen wir echt stark.
| Fahrzeugdaten | Audi | BMW | Nissan |
|---|---|---|---|
| Motor | Fünfzylinder, Turbo, vorn quer | Sechszylinder, Biturbo, vorn längs | V6, vorn längs |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/4 |
| Nockenwellenantrieb | Kette | Kette | Kette |
| Hubraum | 2480 cm³ | 2979 cm³ | 3696 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 250 (340)/5400 | 250 (340)/5900 | 241 (328)/7000 |
| Nm bei 1/min | 450/1600 | 450 (500*)/1500 | 363/5200 |
| Vmax | 280 km/h | 250 km/h | 250 km/h |
| Getriebe | 6-Gang | 7-Gang-DSG | 6-Gang |
| Antrieb | Allradantrieb | Hinterradantrieb | Hinterradantrieb |
| Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung | 245/40 R 18 Y | 225/40 – 255/35 R 18 W | 245/40 – 275/35 R 19 W |
| Radgröße | 9,0 x 18" | 8,0–8,5 x 18" | 9,0–10,0 x 19" |
| Abgas CO2 | 221 g/km | 210 g/km | 262 g/km |
| Verbrauch** | 13,3/7,2/9,5 l | 12,6/6,9/9,0 l | 16,2/8,3/11,2 l |
| Tankinhalt | 60 l/Super plus | 55 l/Super plus | 72 l/Super plus |
| Vorbeifahrgeräusch | 73 dB (A) | 74 dB (A) | 73 dB (A) |
| Anhängelast gebr./ungebr. | ohne | ohne | ohne |
| Kofferraum | 250 l | 180–310 l | 140 l |
| Preis (wird bewertet) | 61.350 Euro*** | 56.750 Euro | 45.590 Euro**** |
| * mit Overboost; **innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km; ***inkl. Magnetic Ride (1100 €) und 280-km/h-Abregelung (1600 €); ****inkl. 19-Zoll-Bereifung (1100 €) | |||
| Messwerte | Audi | BMW | Nissan |
|---|---|---|---|
| Beschleunigung | |||
| 0–50 km/h | 2,1 s | 2,6 s | 2,5 s |
| 0–100 km/h | 5,3 s | 5,7 s | 6,1 s |
| 0–200 km/h | 19,4 s | 19,1 s | 22,2 s |
| Zwischenspurt | |||
| 60–100 km/h | 3,0 s | 2,9 s | 2,8 s |
| 80–120 km/h | 3,3 s | 3,2 s | 4,0 s |
| Leergewicht/Zuladung | 1606/224 kg | 1608/247 kg | 1600/285 kg |
| Gewichtsverteilung v./h. | 59/41 % | 49/51 % | 55/45 % |
| Wendekreis links/rechts | 11,0/11,1 m | 10,9/10,8 m | 11,3/11,4 m |
| Bremsweg | |||
| aus 100 km/h kalt | 38,4 m | 36,9 m | 36,7 m |
| aus 100 km/h warm | 36,8 m | 35,1 m | 35,8 m |
| Innengeräusch | |||
| bei 50 km/h | 63 dB (A) | 64 dB (A) | 62 dB (A) |
| bei 100 km/h | 71 dB (A) | 72 dB (A) | 70 dB (A) |
| bei 130 km/h | 75 dB (A) | 75 dB (A) | 75 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 | 11,7 l SP – 277 g/km | 10,4 l SP – 246 g/km | 11,5 l SP – 273 g/km |
| Reichweite | 510 km | 520 km | 620 km |
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Kommentare zum Artikel (103)
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Sportauto schreibt: "Richtige M-Fans werden mit der derzeitigen BMW-Modellpolitik in puncto Z4-Spitzenversion nicht zufrieden sein. Der 35is zielt eher auf die komfortverwöhnten Mercedes SLK-Käufer ab."
6/10 Punkten beim Fahrspaß. Toll!
Ihr Kackbratzen solltet mal euer Hirn einschalten. Der TT RS wurde z.B. in der sport auto mit 4,4s von 0 auf 100 getestet, warum darf dann der Z4 35is bei diesem Test nicht auch 'ne knappe Sekunde länger brauchen? Vielleicht war es am Testtag heiss`Vielleicht können die bei AB auch nicht g'scheit fahren - im Gegensatz zu den Kommentatoren hier.
Im Vergleich zum alten Z4 ist der neue ein ganzes Stück schwerer geworden. Ein driver's car stelle ich mir anders vor. Jetzt wird halt eher das SLK-Klientel bedient. Auch gut.
Sicher, der BMW 35is ist so langsam wie mein '06 z4 coupé. Wer's glaubt...
Vielleicht mal DSC ausschalten und ordentlich anfahren!
Also ich fahre seit zwei Monaten einen BMW BMW Z4 35i (ohne s) und bin absolut begeistert. Fahrleistungen und Sound des 6-Zylinders sind einfach fantastisch und dabei kommt auch der Komfort nicht zu kurz. Der Verbrauch ist auch bei heftigen Zwischenspurts noch unter 10l. Und das Design: Noch nie bin ich von so vielen Mitmenschen auf mein Auto angesprochen worden. Einhellige Meinung: Super schick!
Weshalb der Redakteur dem wenig gefälligen TT, der obendrein durstiger, langsamer (Z4: 0 auf 100 in 4,8s!) und auch noch teurer ist den Vorzug gibt, bleibt sein Geheimnis.
....
Wie schnell der Audi noch fährt, wenn die anderen zwei beim Bremsen schon stehen, darf sich der Leser selbst ausrechnen. 170 cm längerer Bremsweg aus 100 kmh ist jedenfalls eine Menge. Wieviel wird es wohl aus 280 kmh sein? Da geht es im Audi wirklich "heftiger zur Sache", denn dann "rennt er fröhlich pfeiffend" mit "Gänsehautgrollen" ins Begrenzer-Heck von BMW und Nissan- und "schiebt aber ordentlich" "fast schon unheimlich" an.