Verhandlungen gescheitert

Verhandlungen gescheitert

— 06.12.2002

Fiat entlässt die ersten Mitarbeiter

Das war's. Fiat wird Montag (9.12.) die ersten 5600 der insgesamt 8100 Stellenkürzungen einleiten.

Die Verhandlungen zwischen Fiat-Führung, italienischer Regierung und Gewerkschaften über eine Änderung des Sanierungsplans des Konzerns sind gescheitert. Das angeschlagene Turiner Unternehmen hatte sich in Rom mit einem Plan der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi einverstanden erklärt, der nur geringfügige Änderungen vorsah. Die Gewerkschaften verließen den Verhandlungsort. Montag sollen die ersten 5600 der insgesamt 8100 Stellenkürzungen eingeleitet werden.

Etwa zehn Prozent der betroffenen Arbeiter sollen dem Regierungsplan zufolge in einer Art Teilzeitarbeit weiter beschäftigt werden. Zudem soll ein Fiat-Werk im sizilianischen Termini Imerese zwar wie angekündigt vorübergehend geschlossen, aber im nächsten September wieder eröffnet werden.

"In der Fiat-Frage war es schwierig, in diesem Moment andere Lösungen zu finden", sagte Berlusconi. Der Ministerpräsident kritisierte die Gewerkschaften, "die nur Politik machen wollen und sich nicht wirklich um die Interessen der Arbeiter kümmern". Fiat habe hingegen weiterhin ein Bemühen gezeigt, die Verhandlungen weiterzuführen.

Der in Milliarden-Höhe verschuldete Konzern hatte vor mehreren Wochen den Sanierungsplan vorgelegt, der drastische Produktionsdrosselungen und eine Kürzung von 20 Prozent der Gesamtarbeitsplätze vorsieht. Fast täglich kam es seitdem zu landesweiten Protestaktionen der Beschäftigten. Die Gewerkschaften hatten gefordert, Werksschließungen auf jeden Fall zu verhindern. Sie kritisierten, die Pläne beinhalteten keine konkreten Schritte, um den Autosektor wieder in Schwung zu bringen.

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