Verhandlungen um Opel — 07.08.2009

GM bremst wieder

Alle, die auf eine zügige Lösung beim Ringen um Opel hoffen, müssen wohl sehr tapfer sein. Mutter GM kann offenbar doch nicht loslassen - auch wenn Verhandlungen mit Bieter Magna anstehen.

(dpa/cj) Im Rennen um Opel setzen sich die bisherige Konzernmutter General Motors (GM) und der Bieter Magna an einen Tisch: An diesem Freitag (7. August 2009) treffen GM-Chef Fritz Henderson und Magna-Chef Siegfried Wolf zu einem Gespräch in Detroit zusammen. Das bestätigte die hessische Staatskanzlei indirekt. Es sei gut, dass es dieses Treffen am Freitag in Detroit gebe, hieß es. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wollen die Vorstandsvorsitzenden über die noch offenen Fragen verhandeln. Allerdings hat sich GM trotz des starken politischen Drucks aus Deutschland zugunsten von Magna noch nicht entschieden und strebt auch keine rasche Lösung an. GM-Verhandlungsführer John Smith widersprach Presseberichten, wonach Magna bereits ausgewählt wurde.

General Motors pokert und pokert

"Dies ist nicht der Fall", schrieb Smith am Donnerstag in einem Internet-Blog. Die Gespräche sowohl mit dem kanadisch-österreichischen Autozulieferer als auch mit dem Finanzinvestor RHJI dauerten an. Verwundert über diese Äußerungen zeigte sich Hessens Regierungssprecher Dirk Metz (CDU): "Offenbar gehört so etwas zum Pokern bei Verhandlungen dazu." Die Landesregierungen mit Opel-Standorten haben sich klar für Magna ausgesprochen. Inzwischen wird immer klarer: GM hält bei den Verhandlungen entgegen anderer Annahmen das Heft fest in der Hand. Der Autobauer, der nach dem Ende des Insolvenzverfahrens wieder selbstbewusst auftritt, denkt gar nicht daran, sich dem Druck aus Deutschland zu beugen.

GM will selbst entscheiden, wann Opel verkauft wird. Auch wenn Bund und Länder auf einen Zuschlag für den Autozulieferer Magna dringen, liebäugelt GM immer noch mit dem Finanzinvestor RHJI. Das Rennen der Bieter ist wieder offen – aber nicht nur das. GM pokert und pokert. Da kommt auch eine Insolvenz wieder ins Spiel. Eine andere Theorie besagt, dass GM Opel behalten will. Der Auto-Riese ist auf seine Tochter und vor allem auf das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim angewiesen. Dort entwickeln die Opel-Ingenieure die Plattform für alle Mittelklasse-Wagen des GM-Konzerns, dort sitzt das Know-how für Autos der Zukunft. Und ohne moderne, spritsparende Opel- Modelle sieht die Zukunft für GM düster aus.

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07.08.2009, 11:18Uhr

Es wird endlich Zeit das hier sich mal Angela Merkel bei Herrn Obama am Telefon meldet. GM ist für die Situation bei Opel verantwortlich. Hätten die mal auf das "alte Europa" gehört wäre es nicht soweit gekommen. Jetzt sitzen 25.000 Opelaner auf glühenden Kohlen und bangen um die Arbeitsplätze. Die Zulieferer nicht mitgerechnet. Ich hoffe das für die Opelander MAGNA zum Zug kommt. Das Vorhaben von RHJ ist zu offensichtlich.

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