Verkaufseinbruch

Verkaufseinbruch

— 22.04.2002

Opel hofft auf Vectra-Boom

Opel setzt nach massiven Absatzeinbußen im ersten Quartal 2002 auf das zweite Halbjahr - und damit auf den neuen Vectra.

"Mit dem neuen Vectra, der Anfang Mai in die Autosalons kommt, werden wir wieder Boden gut machen", sagte Vorstandsmitglied Klaudia Martini. Neben der allgemeinen Verunsicherung bei der Autokundschaft wirke sich negativ aus, dass Opel erst in den nächsten Wochen mit einem neuen Modell antrete. Als belastende Faktoren, die den Pkw-Absatz im Inland generell drücken, nannte Martini die hohe Arbeitslosigkeit, die aktuelle Tarifrunde und das allgemein politische Umfeld. Potenzielle Opel-Kunden hätten mit Sicherheit zudem auf den neuen Vectra gewartet. In den kommenden Monaten sei deshalb mit einer Normalisierung zu rechnen.

Das Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit geht aber nicht davon aus, dass die Absatzeinbußen der ersten Monate in der zweiten Jahreshälfte noch ausgeglichen werden können. Erst 2003 werde Opel wieder volle Fahrt aufnehmen. Dazu trage der prognostizierte Konjunkturaufschwung und die Einführung neuer Modelle im Rhythmus von sechs Monaten bei. Eine Prognose für 2002 wollte die einzige Frau in der Opel-Spitze aber nicht abgeben.

Die amerikanische Muttergesellschaft General Motors hatte ursprünglich erwartet, dass Opel bereits im laufenden Jahr die riesigen Verluste halbiert. 2001 hatte Opel mit 674 Millionen Euro den höchsten Betriebsverlust in der Firmengeschichte eingefahren. Im ersten Quartal ist der Opel-Absatz in Deutschland aber nochmals um 24 Prozent auf 77.500 Modelle im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. In Westeuropa verlor GM/Opel im Zeitraum Januar bis März 14,4 Prozent auf 387.400 Fahrzeuge. Gleichzeitig kletterte der operative Verlust von GM-Europa auf 125 (Vorjahr: 86) Millionen Dollar, was vor allem an Opel liegt.

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