Verkaufszahlen eingebrochen

Verkaufszahlen eingebrochen

— 23.08.2002

Zwangsurlaub bei VW do Brasil

In Brasilien sank der Auto-Abatz im ersten Halbjahr 2002 um 17 Prozent. VW reagiert mit Kurzarbeit und "Zwangsurlaub".

An der Copa Cabana ist der Bikini-Stoff bekanntlich knapp. Nicht anders sieht es mit den Neuzulassungenin Brasilien aus. Nach Angaben des Hersteller-Verbandes Anfavea gingen die Pkw-Verkaufszahlen in Brasilien im ersten Halbjahr 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent zurück. Insgesamt warten 170.000 Fahrzeuge auf Käufer.

Schlechte Stimmung auch bei VW do Brasil. Laut Volkswagen-Sprecher Günther Scherelies sind die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2002 stark gesunken. Nur 191.500 Fahrzeuge wurden in Brasilien verkauft. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 232.000 Volkswagen. Die schlechte Absatzlage zwingt Volkswagen zum Handeln. 4550 der insgesamt 28.000 Mitarbeiter wurden in einen dreiwöchigen Zwangsurlaub geschickt – bis zum 9. September 2002. Wie VW in Sao Paulo mitteilte, betrifft der so genannte "Kollektiv-Urlaub" 2500 von 16.500 Arbeitern der Fabrik Anchieta, 2000 von 6500 der Fabrik in Taubate sowie 50 von 550 Beschäftigten der Motorenfabrik in Sao Carlos. In Anchieta und Taubate rollen täglich rund 1000 Fahrzeuge vom Band. Dort war Anfang des Monats bereits die Vier-Tage-Woche eingeführt worden.

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