Verkaufszahlen US-Automarkt

Verkaufszahlen US-Automarkt

— 06.08.2004

Auf und ab in Amerika

Chrysler beindruckt im Juli mit einem Sechs-Prozent-Plus auf dem Heimatmarkt. Mercedes-Benz feiert Zulassungsrekord.

Der US-Automarkt bleibt heiß umkämpft, und die Rabattschlacht wird bei Nachlässen von bis zu 6000 Dollar pro Fahrzeug (General Motors) immer skurriler. Dabei haben die deutschen Hersteller im Juli unterschiedlich abgeschnitten. Während sich Volkswagen behaupten konnte, gab es bei Audi und BMW Absatzverluste, Porsche und Mercedes-Benz legten zu. Die Stuttgarter schafften sogar einen Absatzrekord, die Verkäufe legten im Juli um 1,2 Prozent auf 18.962 verkaufte Fahrzeuge zu. Die Auslieferungen seit Jahresbeginn sind für die Marke mit dem Stern allerdings um zwei Prozent auf 122.130 Einheiten gefallen.

DaimlerChryslers Sorgentochter Chrysler sorgte für eine Überraschung: Sie steigerte ihren Juli-Verkauf beeindruckend um sechs Prozent auf 189.619 Einheiten und verbuchte im Januar-Juli-Abschnitt 1,325 Millionen Fahrzeuge, was einem Zuwachs von zwei Prozent entspricht. Dabei profitiert Chrysler nicht zuletzt von seinem neuen Bestseller, dem Flaggschiff 300C. BMW brachte in den USA im Juli 24.086 Autos unter und verlor damit 4,4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Keine Probleme haben die Bayern traditionell beim Absatz ihrer SUVs: Mit Hilfe des X3 wurde der Absatz in diesem Segment mehr als verdoppelt. Bezogen auf die ersten sechs Monate steigerte BMW den Absatz um 3,4 Prozent auf 167.732 Autos.

Die Volkswagen of America konnte ihren US-Absatz im Juli mit 25.560 Fahrzeugen behaupten (25.674 im Vorjahr). Der Touareg-Verkauf lief wie gewohnt weiter auf Hochtouren, während es bei New Beetle, Golf, Jetta und Passat leichte Einbußen gab. Seit Jahresbeginn hat die amerikanische VW-Tocher einen Verkaufsrückschlag von 11,5 Prozent auf 151.934 registriert. Audi of America verkaufte im Juli 7021 Autos (minus 11,9 Prozent). Seit Januar lieferten die Ingolstädter in den USA 44.991 Fahrzeuge aus, das sind 8,3 Prozent weniger als in den ersten sieben Monaten 2003. Porsche legte im Juli um sechs Prozent auf 2850 Autos zu – seit Beginn 2004 stieg der US-Absatz um 17 Prozent auf 18.415 Autos. Wie schon im Juni war besonders der 911 gefragt, vor allem die Cabrio-Versionen Carrera 4S und Turbo sowie das Jubiläumsmodell "40 Jahre 911".

Ford und General Motors (GM) haben dagegen niedrigere Verkaufsziffern vorzuweisen. GM brachte im Juli 459.263 Autos im heimischen Markt unter, das war ein Rückschlag von drei Prozent gegenüber dem starken Vorjahresmonat. Trotzdem verbuchte die Opel-Mutter damit die bisher besten Verkaufsergebnisse dieses Jahres. Der Branchenführer hat seit Jahresanfang im heimischen Markt 2,754 Millionen Autos verkauft (plus 0,5 Prozent). Der US-Absatz der Ford Motor Co. (mit Jaguar, Volvo und Land Rover) sank im Juli um 4,1 Prozent auf 285.204 Fahrzeuge. Von Januar bis Juli fiel der Ford-Verkauf um drei Prozent auf 1,98 Millionen Autos.

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