Verkehrskontrolle

Verkehrskontrolle

— 31.03.2010

Zehn Regeln zur Verkehrskontrolle

Lieber abwarten oder gleich nach den Papieren suchen? Bei einer Verkehrskontrolle gibt es feste Spielregeln, an die sich sowohl die Autofahrer als auch die Polizei halten müssen.

Was passiert jetzt? Das fragt sich wohl jeder Autofahrer, wenn er die Kelle sieht. Und checkt auf die Schnelle durch: Bin ich falsch gefahren? Habe ich alle Papiere dabei? Stimmt am Auto auch alles? Selbst wenn der Fahrer mit reinem Gewissen am Steuer sitzt, steigt meist sein Puls. Jetzt heißt es, ruhig und bestimmt zu bleiben. Wer zudem die Rechte von Autofahrern und Polizeibeamten in der Kontrolle kennt, bewältigt diese Situation am besten.
Wann darf die Polizei Autofahrer kontrollieren?

Allgemeine Verkehrskontrollen sind jederzeit und ohne Angabe von Gründen erlaubt.
Wie sollte man auf die rote Polizeikelle reagieren?

Auf jeden Fall rechts ranfahren, anhalten und den Motor abstellen. Wer nicht auf die Kelle oder das Leuchtband "Polizei, bitte folgen" reagiert, riskiert ein Bußgeld von 50 Euro und drei Punkte in Flensburg.

Wenn die Beamten den Fahrer dazu auffordern, muss er aus dem Fahrzeug aussteigen.

Was ist zu tun, wenn man nach der Aufforderung angehalten hat?
Nicht gleich aussteigen, sondern warten, bis der Beamte an das Auto herangetreten ist. Dabei die Hände gut sichtbar aufs Lenkrad legen. Also nicht schon nach den Papieren in Jackentasche oder Handschuhfach greifen. Denn das kann im ungünstigsten Fall auch als Griff zu einer Waffe fehlinterpretiert werden.
Muss der Fahrer während der Polizeikontrolle aussteigen?
Ja, der Fahrer muss nach Aufforderung der Beamten aussteigen, um ihnen die Kontrolle zu ermöglichen. Wer sitzen bleibt, zahlt 20 Euro Verwarnungsgeld.

Was muss man der Polizei bei einer Verkehrskontrolle zeigen?
Ausweis, Führerschein und Fahrzeugpapiere. Fehlen sie, zahlt der Fahrer zehn Euro Strafe und muss die Papiere innerhalb einer Woche auf dem Revier vorlegen. Gleiches gilt für Verbandkasten und Warndreieck (Strafe fünf Euro). Die Frage nach dem Warndreieck ermöglicht den Polizeibeamten auch gleich einen Blick in den Kofferraum.

Was darf die Polizei am Wagen sonst noch kontrollieren?
Die technischen Einrichtungen wie Bremsen oder Lichtanlage, die HU- und AU-Plakette sowie den Kofferraum und das Handschuhfach. Handys darf die Polizei jedoch nicht überprüfen.
Darf die Polizei das Auto auch nach Drogen durchsuchen?

Nur wenn zuvor ein Drogentest positiv ausgefallen ist. Auf einen bloßen Verdacht hin darf sie das Fahrzeug nicht durchsuchen.
Darf man einen Alkohol- oder Drogentest ablehnen?

Ja, aber dann kann die Polizei eine Blutprobe auf der Wache verlangen. Und die darf der Fahrer nicht ablehnen.

Alkoholkontrolle: Wer nicht pusten will, muss mit auf die Wache.

Darf man auf Fragen nicht zutreffende Antworten geben?
Ja, denn niemand muss sich selbst belasten. Sollte später das Gegenteil bewiesen werden, dürfen falsche Aussagen nicht gegen den Betreffenden verwendet werden.
Muss man sich überhaupt zu einem Vorwurf äußern?

Nein, man muss nur Namen und Meldeanschrift nennen. Meist ist es ratsam, vom Aussageverweigerungsrecht "zur Sache" Gebrauch zu machen und später einen Anwalt zu befragen. Das müssen Polizisten stets akzeptieren.

Autor: Stefan Szych

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.