Verkehrsminister im Stau — 09.04.2010

Ramsauer will mehr Tempo

Auf deutschen Autobahnen soll es nach dem Willen von Verkehrsminister Ramsauer künftig zügiger vorangehen. Im Visier des CSU-Politikers: Elefantenrennen und langsame Bauarbeiter.

(dpa) Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will gemeinsam mit den Bundesländern Staus auf deutschen Autobahnen wirksamer bekämpfen und fordert dazu mehr Überholverbote für Lkw. Er habe sich bei einer Autofahrt vom Chiemgau nach Bonn "über einen Überholvorgang von über fünf Kilometern geärgert", sagte der Minister mit Blick auf Lastwagen, die oft die Überholspur blockieren. Die Entscheidung, ein Lkw-Überholverbot anzuordnen, liege "bei den jeweiligen Bundesländern", so Ramsauer.

"Pkw-Maut nicht auf der Tagesordnung"

Der CSU-Politiker will zudem die Standard-Bauzeit von bislang 90 Tagen für fünf Kilometer Autobahn-Deckenerneuerung verkürzen. "Wir wollen das auf 60 Tage reduzieren", sagte der Minister. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Staus in Deutschland beliefen sich nach Schätzungen des Verkehrsressorts auf rund 100 Milliarden Euro jährlich. Ramsauer unterstrich: "Eine Pkw-Mau steht nicht auf der Tagesordnung." Keine "Denkverbote" gebe es jedoch, "wie man jenseits der herkömmlichen Haushaltsfinanzierungen zu anderen Straßen-Finanzierungsmöglichkeiten kommen könnte". Auch der privat finanzierte Bau von Autobahnen sei eine Möglichkeit, sagte Ramsauer.

Mehr Infos zum Thema: • Webcams auf StaustreckenRamsauer versteht Benzin-WutAUTO BILD bei RamsauerRamsauer im InterviewStreit um Pkw-MautMehr Überholverbote für LkwPfusch am Autobahnbau?

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Josef Henrichen
31.10.2010, 12:37Uhr

Deutscher Schilderwald !!!
Ich bin vor einigen Jahren mit dem Auto von New York nach San Francisco gefahren.
Auf dieser Strecke waren nicht so viel Verbotsschilder - bzw. überhaupt Schilder - wie HIER zwischen Köln und Frankfurt.
Danke DEUTSCHER AMTSSCHIMMEL !!!

wiegepaul
16.04.2010, 14:24Uhr

Was Schilder und Ampeln angeht: davon gibt es in Deutschland viel zu viele!

Wie einige, inzwischen durch die Medien bekannte, Beispiele beweisen, fließt der Verkehr sowohl besser, als auch sicherer, wenn wir 95% der Schilder und Ampeln weglassen.

Durch die dabei benötigte höhere Aufmerksamkeit und fahrerrische Freiheit würde auch das Fahren wieder mehr Spaß bereiten. autofahren heutzutage besteht größtenteils nur aus nervendem, dummen und nicht beeinflussbarem rumstehen an Ampeln. Eigenverantwortung ist nicht gefragt, egal, ob die STAßE VOLL ODER LEER IST

wiegepaul
16.04.2010, 14:12Uhr

In Verbindung mit einem Abstands-u. BremsRadarSystem, wie es aktueller Stand der Technik ist, würde somit ein Überholverbot auch der allgemeinen Sicherheit dienlich sein und der Unfallgefahr durch Übermüdung und zu geringe Abstände in Kolonnenfahrten vorgreifen.

Für den PKW- Fahrer wäre es sowohl angenehmer als auch eine Gefahr weniger.

wiegepaul
16.04.2010, 14:12Uhr

Bei einem Überholverbot für LKW würde der Zeitdruck für die Fahrer sicher eher kleiner als größer werden, da es alle Unternehmer die Bedingungen angleicht und sich nicht mehr so leicht auf die Fahrer abwälzen lässt.
Ohnehin ist die Mär des wesentlichen Zeitgewinnes selbst bei zehnfach höheren Geschwindigkeitsunterschieden als 87 zu 84Km/h oftmals ausporobiert und widerlegt.

Suzie01
13.04.2010, 06:00Uhr

Der sollte erst einmal sein bisher schlampig gemachte Arbeit richtig machen. Bringt ne Verkehrsschilderreform mit neuen Verkehrszeichen heraus und vergißt den Satz einzufügen, alte Verkehrszeichen behalten ihre gültigkeit. Hey, wenn ihr an einem alten Tempo-Verkehrsschild geblitzt werdet, braucht ihr nix mehr zu bezahlen. Die sind ungültig. Auf die Landkreise und Gemeinden kommen kosten in Millionen zu. Nur weil der mit seiner Abteilung geschlampt hat. Und der redet vom aufs Tempo drücken. Ha ha

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