Verkehrsmoral

Verkehrsmoral

— 12.01.2007

Köln stoppt Rotsünder

Die Verkehrsmoral an der Ampel ist auf dem Tiefpunkt. Das kostet im Extremfall Menschenleben. Köln steuert gegen und verschärft die Kontrollen.

In Köln müssen Rotlichtsünder künftig damit rechnen, bei ihrem Vergehen ertappt zu werden. Die Polizei in der Domstadt will den Überwachungsdruck an der Ampel 2007 massiv verstärken. Motto der Aktion: "Köln steht bei Rot". Nach Polizeiangaben verunglücken in Köln jedes Jahr Hunderte Verkehrsteilnehmer wegen "Missachtung Rotlicht zeigender Lichtzeichenanlagen". Erst Silvester war ein 62-jähriger Fußgänger von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Am Neujahrstag starb ein 47-jähriger Mann nach einer Kollision mit der Straßenbahn. In beiden Fällen hatte die Fußgängerampel Rot gezeigt.

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Bei fast jedem zweiten Rotlicht-Unfall kommen Menschen zu Schaden, errechnete die Kölner Polizei. Sie will gerade auch radelnde Rotlichtsünder zur Räson bringen und verweist darauf, dass diese "gegebenenfalls mit einem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen müssen". Während Autofahrern ein Bußgeld von bis zu 200 Euro, vier Punkte in Flensburg plus Fahrverbot drohen, ist die Strafe für die Rot-Ignoranten unter den Fußgängern geradezu lächerlich: Sie beträgt zehn Euro.

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