Verkehrspolitik — 16.04.2010
Verkehrsminister Ramsauer bei AUTO BILD
Stippvistiten in Hamburg: Kurz nach der Verkehrsminster-Konferenz stattete der Bundesverkehrsminister AUTO BILD einen Besuch ab. Mit der Redaktion diskutierte Peter Ramsauer (CSU) über die Ergebnisse der Konferenz in Bremen.
Soforthilfe für deutsche Straßen: 100 Millionen Euro
Wort hielt Ramsauer nach eigenen Angaben bei der Finanzierung der Beseitigung von Straßenschäden nach dem harten Winter. Die dafür aus seinem Haushalt angekündigten zusätzlichen 100 Millionen Euro Soforthilfe für die Beseitigung von Schlaglöchern sollen jetzt "schnellstmöglich fließen", so Ramsauer. Mit einer Einschränkung: Das Geld soll ausschließlich für Bundesautobahnen und Bundesfernstraßen bereitgestellt werden. Der Grund: Die Föderalismuskommission habe klargestellt, dass Bund, Länder und Kommunen jeweils für ihre eigenen Straßen aufkommen müssten.
Ramsauer lehnt weiterhin Förderung für Elektroautos ab
Die Verkehrsministerkonferenz beriet auch über Maßnahmen zur Förderung von Elektroautos. Laut Bremens Verkehrssenator Reinhard Loske (Grüne) rief sie zum Abschluss zu einer "gemeinsamen Kraftanstrengung" von Bund und Ländern auf, um serienreife Autos mit Elektroantrieb zu entwickeln. Ramsauer stellte beim AUTO BILD-Besuch aber klar, dass er staatliche Förderung der Elektromobilität auch weiterhin ablehne. "Von Kaufprämien halte ich nichts", sagte der Minister. Es sei noch nicht einmal klar, welche Technologie sich durchsetze und wie hoch der Preis liege.Zunächst müsse weiter getestet werden. "Wir haben mittlerweile rund 150 Einzelprojekte in acht Modellregionen genehmigt." Ziel sei es, die Anforderungen an ein Elektroauto zu testen und die beste und effizienteste Technologie zu finden. "In dieser Phase will ich keine Chancen durch verfrühte staatliche Festlegungen vertun." Bewegung kommt auch in das Thema Wechselkennzeichen: AUTO BILD fordert seit langem, dass mehrere Fahrzeuge mit einem Kennzeichen gefahren werden können. Per Brief und über autobild.de haben sich bereits mehr als 10.000 Leser von AUTO BILD für das Wechselkennzeichen ausgesprochen. "Ihre Aktion hilft mir politisch", sagte er. Jetzt gelte es, Gegner des Wechselkennzeichens zu überzeugen.
Was Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer über den Zeitplan zur Einführung des Wechselkennzeichens beim Redaktionsbesuch gesagt hat, lesen Sie ab dem 23. April 2010 in AUTO BILD 16/2010.
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Kommentare zum Artikel (4)
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Ramsauer und Wieland, das passt ja wirklich! Ramsauer sollte sich ruhig um Wechselkennzeichen alter Drecksschleudern kümmern, mit dem Luftraum und dessen Überwachung ist er total überfordert. Und Wieland sollte in seiner Schreibstube die Fehler seiner Redakteure ausbessern, nicht auf große Politik machen. Ich erwarte mir von Autobild Testberichte, nicht Politik!!!
PKW- Maut für alle, dafür kfz Steuern senken. Außerhalb der Bundesrepublik müssen alle sofort Mautgebühren entrichten, warum macht Deutschland da eine Ausnahme.Getankt wird doch wegen der Spritpreise sowieso im Ausland, also zählt dieses Argoment auch nicht.
Das Wechselkennzeichen reicht zur Förderung von E-Autos vollkommen! E-Autos sind nicht so umweltfreundlich wie häufig behauptet wird und keineswegs DIE Lösung. Die Kisten sollen sich erstmal im Alltag über Jahre bewähren, vor allem was passive Sicherheit, Batterie-Zuverlässigkeit und -lebensdauer sowie die Entsorgung angeht.
Wir wollen nur das Wechselkennzeichen! Und zwar für alle Fahrzeuggruppen, E-Autos, Oldies, Transporter, Wohnmobil, Krad. Und zwar bald ohne Einschränkungen.
Natürlich freue ich mich das wenigstens der Verkehrsminister gegen die Maut auf deutschen Strassen ist . Der absolute falsche Weg ist es wenn die Regierung sich nicht an der Entwicklung der Elektrofahrzeuge beteiligen will . Das sieht so auch als wenn es der Regierung egal wäre was mit der Umwelt passiert . Eine Förderung der Elektro Autos ist ein absolutes " Muß " Herr Ramsauer , wenn sie in der Umweltfrage weiterhin glaubwürdig sein wollen .