Winter Ferien Urlaub

Verkehrsprognose für die Feiertage

— 04.12.2007

Oh, du lieber Weihnachtsstau

Alle Jahre wieder ist viel zu viel los auf unseren Autobahnen. Zwischen Weihnachten und Neujahr wird den Autofahrern viel Geduld abverlangt. Die WELT gibt Tipps, wie Sie besser ans Ziel kommen.

In diesem Jahr kann es besonders schlimm werden. Denn der Reiz, die Weihnachtsfeiertage 2007 für einen Ausflug oder Kurzurlaub zu nutzen, ist groß, weil der Kalender es gut mit den Arbeitnehmern meint. Das Wochenende vor den Festtagen erlaubt es, mit geringem Einsatz vom Urlaubskonto viel Freizeit zu bekommen. Für Autofahrer gilt es, zwei Fragen zu beantworten. Erstens: Wie kann ich fahren, ohne in einen Stau zu geraten? Und zweitens: Wenn der Stau unvermeidlich ist, wie überstehe ich ihn am besten? Frage eins ist leicht beantwortet: Fahren Sie antizyklisch, also dann, wenn die anderen nicht fahren. Und das ist nur auf den ersten Blick ein Rat aus der Abteilung "Leichter gesagt als getan". Sie können besonders den verkehrsreichen zweiten Feiertag (26. Dezember 2007) umgehen, wenn Sie Ihre Besuche verlegen: Schlagen Sie den seelisch stabilsten Verwandten vor, sie nicht an einem der Feiertage zu besuchen, sondern am Wochenende davor oder an den Tagen zwischen den Jahren. Frage zwei – wie überstehe ich den Stau? – ist mit zwei Worten beantwortet: gute Vorbereitung. Achten Sie darauf, sich keine vermeidbaren Extraprobleme aufzuladen. Machen Sie Ihr Auto wenigstens in diesen Punkten winterfest: Winterreifen montieren und mit korrektem Luftdruck befüllen.

Navi ist hilfreich

Wer sein Urlaubsdomizil sicher erreichen und Staus umfahren will, ist mit dem Navi gut beraten.

Kühler und Waschanlage auf ausreichenden Frostschutz überprüfen. Scheibenwischerblätter prüfen und Eiskratzer und Enteisungsspray griffbereit halten. Warme Decken für alle Mitfahrer im Kofferraum, ausreichend Wasser, Tee und Müsliriegel an Bord haben. "Wer ohne wintertaugliche Ausrüstung in einen Unfall verwickelt oder durch eine Panne zum Verkehrshindernis wird, muss mit einem Bußgeld rechnen", sagt Jürgen Grieving vom ADAC. Zusätzlich rät er, die Ladung sorgfaltig zu verstauen. Unnötiger Ballast kostet Sprit. Und Skier, die sich selbstständig machen, gefährden andere." Kurz vor dem Start brauchen Sie aktuelle Wettervorhersagen und einen Überblick über die zu fahrende Strecke sowie mögliche Ausweichrouten. Das ist auch wichtig, wenn man ein Navigationssystem an Bord hat: Es ermittelt bei einem Stau vielleicht eine Umleitungsstrecke, aber es weiß ja nicht, wie viel da dann wieder los ist. Häufig ist es sogar besser, sich dem Schicksal zu fügen und den Stau auszusitzen. Dazu kommt, dass Nebenstrecken bei Eis und Schnee nicht immer so zügig präpariert werden wie Autobahnen.

Am 26. Dezember wird es ganz besonders eng

Eine willkommene Alternative ist der Autoreisezug. Jedoch strich die Bahn vier von neun Verladebahnhöfe im aktuellen Winterfahrplan.

Im Urlaubsverkehr zwischen Weihnachten und Neujahr werden sich die größten Blechlawinen aus dem Westen der Republik nach Süden in Bewegung setzen. Die A3 von Köln aus in Richtung Frankfurt und weiter nach Basel, Würzburg und München ist eine bekannte Problemzone. Auch die Nord-Süd-Linie A7 und die A61 in Rheinland-Pfalz tauchen regelmäßig in den Staumeldungen auf. Für dieses Jahr dürfte Mittwoch der 26. Dezember ein beliebter Anreisetag werden – bleiben Sie länger daheim und fahren erst am 27. oder 28. Dezember. Das mindert den Stress genauso wie die Fahrt im Autoreisezug. Dieses Angebot der Deutschen Bahn dürfte allerdings in diesem Jahr kaum zur Stauentlastung beitragen. Im Winterfahrplan 2007/2008 sind im Vergleich zum Vorjahr vier von neun Verladebahnhöfen gestrichen worden. Und von den 1200 Zügen des Vorjahres bleiben in diesem Winter nur 920 übrig. Laut ADAC ist dieser Rückgang um knapp 25 Prozent "ein schwerer Fehler". Und noch ein letzter Tipp, wenn der Stau unvermeidlich geworden ist: Gestatten Sie Kindern nicht, ihre Weihnachtsschokolade im Wagen zu verzehren. Das gibt garantiert fiese Flecken in Polstern und Hosen und sorgt dann endgültig für schlechte Stimmung.

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