Verkehrsrecht: Untersuchung
— 13.01.2012Die Verkehrsmoral ist im Keller
In einer aktuellen Befragung geben viele Verkehrsteilnehmer Regelverstöße zu. Dabei erwischt zu werden, fürchten sie aber kaum. Auch die subjektiv empfunde Sicherheit auf deutschen Straßen nimmt ab.
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"Die Kollegen in den Verkehrsdiensten bestätigen den Trend zu einer sinkenden Verkehrsmoral", sagt Bernhard Witthaut, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Er macht den Moralverfall auch für die wieder steigende Zahl von Verkehrstoten verantwortlich. 2011 kamen nach vorläufigen Schätzungen 3900 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Witthaut glaubt, dass die mangelnde Überwachung schuld an der Entwicklung ist, und fordert: "Wir brauchen wieder mehr Polizeikontrollen gegen Verkehrsrowdys."Insbesondere Anhaltekontrollen mit persönlicher Belehrung seien in den letzten Jahren seltener geworden, die Angst vor Strafen gering. Diese spiegelt sich in den UDV-Zahlen: Während 80 Prozent der Autofahrer angaben, im Jahr vor der Befragung mindestens einen Rotlichtverstoß begangen zu haben, hielten es nur drei Prozent für sehr wahrscheinlich, dabei auch erwischt zu werden.
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Kommentare zum Artikel (12)
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Für mich als Vielfahrer (35tkm/J,unfallfrei,0 Punkte) sollte dieses Thema dingend anders betrachtet werden!
Die größte Gefahr geht von denen aus,die schon mit dem eigenen Fahrzeug überfordert sind!Es wird permanent links gefahren,anstatt das Rechtsfahrgebot einzuhalten; die Spur gewechselt,ohne den folgenden Verkehr zu beachten.Zudem scheinen viele die StVO nicht zu kennen,denn gem.§5 S.5 ist es zulässig den Überholwunsch per Fernlicht anzukündigen.Anstatt ständig auf die angeblichen Raser zu schimpfen,sollten gerade diese Vergehen (nortorisches Linksfahren ist Nötigung) kontrolliert werden!
Das die subjektiv empfundene Sicherheit abnimmt, ist gut so – ein Gefühl der Sicherheit führt nämlich zu fehlender Aufmerksamkeit. Dann gibt es haufenweise Verkehrsregeln, die niemandem etwas bringen – Beispiele wurden hier ja schon genug genannt. Andersherum sind die Strafen gegen wirkliche Verstöße aber auch komplett lachhaft.
Grundsätzlich lösen Kontrollen nicht das grundsätzliche Problem, WARUM gegen Regeln verstoßen wird. Und DAS gilt es anzugehen!
@850er: Das haben Sie vollkommen missverstanden, ich BIN was Besseres als Sie, also springen Sie gefälligst, wenn ich komme und zwar dalli.
Vielleicht lohnt es sich, dem fairen Umgang im Straßenverkehr wieder ein "Gesicht" zu geben. Wie wäre es mit einer entsprechenden Auto Bild Kampagne? Ich erinnere mich zum Beispiel gern an "Hallo Partner.Danke schön". Von wem das damals auch immer war. Die Aktion war seinerzeit in aller Munde und hat sicher einiges bewirkt.
Die Verkehrsmoral ist weitgehend nicht mehr vorhanden. Blinker werden nicht gesetzt und " Sicherheitsabstand" scheint ein Fremdwort zu sein.
Kein Wunder, das es immer wieder Massenunfälle gibt, wenn die Verkehrsteilnehmer immer viel zu dicht auffahren.
Und in solchen Fällen hilft nur Kontrolle und Bestrafung, denn was anderes verstehen diese Verkehrsteilnehmer nicht. Das sie nicht vernünftig sind, haben sie ja bereits durch ihr Verhalten bewiesen.