Verkehrsschilder verschwinden

Verkehrsschilder verschwinden

— 13.08.2009

Axt im Wald

Na endlich: Im deutschen Schilderwald wird die Axt geschwungen. Acht Verkehrszeichen sollen verschwinden, drei neue dafür kommen. Allerdings kann die Rodung noch ein wenig dauern.

(dpa/cj) Ende von Schneeflocke und Steinschlag: Nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" lichtet sich der Schilderwald an Deutschlands Straßen. So werden nach Angaben des Blattes zum 1. September 2009 acht Verkehrszeichen aus der Straßenverkehrsordnung gestrichen: "Schnee- oder Eisglätte", "Steinschlag", "Splitt/Schotter“, "Bewegliche Brücke", "Ufer", "Fußgängerüberweg", "Viehtrieb“ und "Flugbetrieb". Der Bundesrat habe einer entsprechenden Verordnung des Bundesverkehrministeriums zugestimmt. Fünf andere Zeichen dürfen nach Recherchen des Blattes noch zehn Jahre weiterbestehen: "Bahnübergang mit Schranken oder Halbschranken", "Einbahnstraße", "Richtgeschwindigkeit", "ungenügend befestigter Seitenstreifen", "innerörtlicher Wegweiser" sowie "schlechter Fahrbahnrand". Neu hinzu kommen demnach die Schilder "Inliner frei", das das Befahren von Radwegen mit Inlineskates und Rollschuhen künftig erlaubt sowie "Parkraumbewirtschaftung" und "Durchlässige Sackgasse".

Demontage kann Jahre dauern

Wie die Zeitung weiter berichtete, sind die Straßenverkehrsbehörden dazu gehalten, nur noch in begründeten Ausnahmen Schilder mit den betroffenen Zeichen aufzustellen und bestehende zu demontieren. Dies werde sich aber wohl über Jahre erstrecken. Die Absicht von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der hinter der Lichtung des Schilderwalds stecke, ziele vor allem auf die Sicherheit: Die Straße solle selbsterklärend sein. Aber auch Kosten dürften demnach eine Rolle gespielt haben. Jedes der geschätzten 20 Millionen Verkehrsschilder in Deutschland kostet rund 200 Euro.

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