Verkehrssicherheit

Verkehrssicherheit

— 21.06.2002

Der Kreisel brummt

Sicherer und billiger: Immer mehr Städte setzen auf den Kreisverkehr.

In Deutschland geht es rund. Immer mehr Bundesländer bauen Kreisel. Beispiel Baden-Württemberg. Dort gab es 1990 nur 15 Kreisverkehre, knapp zehn Jahre später waren es schon 230. 140 weitere sind geplant. Auch in Bayern, Schleswig-Holstein, Sachsen oder Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der Kreisel mehr als verzehnfacht. Grund für den Boom: "Sie bedeuten größere Sicherheit", sagt Maximilian Maurer vom ADAC.

Nach einer Studie der Ruhr-Universität Bochum hat sich die Unfallrate durch Mini-Kreisel (Durchmesser 13 bis 25 Meter) halbiert. Sie sind sicherer – und dabei auch noch billiger als die herkömmlichen Ampel-Kreuzungen: Ein Rundling kostet je nach Ausführung zwischen 10.000 und 60.000 Euro, eine Ampelanlage etwa 100.000. Dazu kommen Strom- und Wartungskosten mit rund 4000 Euro pro Jahr.

Nur bei starkem Verkehr (über 25.000 Fahrzeuge pro Tag) stößt der Kreisel an seine Grenzen. Berlins Pressesprecherin Petra Reetz: "An der Siegessäule haben wir den Kreisel durch eine Ampelanlage ersetzt, weil es immer wieder zu Unfällen kam."

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