Verkehrssicherheit

Verkehrssicherheit

— 07.06.2005

Blinkendes Bremslicht blockiert

In Europa sollen sie demnächst für mehr Sicherheit sorgen, in Amerika nicht: die blinkenden Bremsleuchten von Mercedes-Benz.

Da hilft auch die fundierteste Untersuchung nichts: Während die europäische Zulassungsbehörde bereits im Februar dieses Jahres die Freigabe erteilt hat, lehnt die Nationale Straßen- und Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) der USA die blinkenden Bremslichter von Mercedes ab. Die Amerikaner sehen keinen großen Sicherheitsvorteil und halten deshalb an der Bestimmung fest, die jenseits des großen Teichs ein kontinuierliches Bremslicht verlangt.

Eine zweifelhafte Entscheidung, denn in einer Studie hatten Mercedes-Ingenieure gezeigt, daß Autofahrer um bis zu 0,2 Sekunden schneller reagieren, wenn in Notbremssituationen statt des herkömmlichen Bremslichts ein rotblinkendes Warnsignal erfolgt. Der Anhaltweg verkürzt sich dadurch bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h um rund 4,4 Meter, bei 100 km/h sogar um rund 5,5 Meter – eine ganze Wagenlänge, die entscheidend sein kann.

Die Stuttgarter testeten verschiedene Warnlichter. Bremsleuchten, die bei einer Notbremsung vier Mal so schnell aufleuchten wie die gelben Warnblinker erwiesen sich dabei als besonders wirkungsvoll, um nach folgende Autofahrer vor einem drohenden Auffahrunfall zu warnen. Die S-Klasse ist ab Oktober 2005 das erste Automobil mit dem neuartigen "adaptiven Bremslicht" – wohl exklusiv für Europa. Die Coupés der CL-Klasse folgen kurze Zeit später.

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