Verkehrssicherheit

Alte Autos bald jährlich zum TÜV Alte Autos bald jährlich zum TÜV

Verkehrssicherheit

— 29.01.2007

Alte Autos jährlich zum TÜV

Fahrzeuge, die älter als acht Jahre sind, haben ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie jüngere. Politiker fordern kürzere Prüfungsintervalle.

Die Besitzer älterer Fahrzeuge müssen künftig wohl jährlich zum TÜV. Ein Experten-Gutachten im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums stützt die kürzlich erhobene Forderung des CDU-Verkehrsexperten Dirk Fischer, die TÜV-Fristen zu verkürzen. Allerdings: Sollte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) nur dem Rat der Sachverständigen folgen, würden die Besitzer jüngerer Autos im Gegenzug nicht mit einer Streckung der TÜV-Intervalle rechnen können.

Bonus für junge Autos: Neuwagen erst nach vier Jahren zur TÜV-Prüfung?

Fischer hatte abweichend von der ministeriellen Arbeitsgruppe vorgeschlagen, dass Neufahrzeuge erst nach vier (statt bisher drei) Jahren vorgeführt werden sollten – danach wieder nach drei bzw. zwei Jahren. Der jährliche TÜV, so Fischer, sollte dann einheitlich für Fahrzeuge gelten, die neun Jahre und älter sind. Demgegenüber schlägt nun die Arbeitsgruppe des Bundesverkehrsministeriums die jährliche TÜV-Pflicht für alle Pkw und leichten Nutzfahrzeuge bereits nach acht Jahren vor.

Für jüngere Autos soll es bei den bisherigen Fristen blieben. Ausnahmen wollen die Experten nur für Oldtimer mit H-Kennzeichen gelten lassen. Begründung: Ältere Fahrzeuge ab acht Jahren nach Zulassung (rund 40 Prozent des Gesamtbestandes) sind in Folge technischer Mängel doppelt so häufig in Unfälle verwickelt. Die Unfallrate nimmt besonders im zweiten Jahr der Plakette auffällig zu.

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