Bisher ist nur jeder zweite Neuwagen in Europa mit ESP ausgerüstet, kritisiert Bosch

Verkehrssicherheit

— 04.07.2008

Nur jeder zweite Neuwagen hat ESP

Immer mehr Autos sind mit dem lebensrettenden Schleuderschutz ESP ausgerüstet. Aber lediglich 17 Prozent der neu zugelassenen Kleinwagen haben das Sicherheits-Feature an Bord, bemängelt Elektronik-Zulieferer Bosch.

Das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) macht langsam die Runde: 2007 waren bereits mehr als 50 Prozent der Neuwagen in Europa damit ausgerüstet. Das sind rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr, meldet der Elektronik-Zulieferer Bosch, Erfinder von ESP. Die Ingenieure kritisieren, dass inbesondere sehr wenige Kleinwagen das System an Bord haben. Im vergangenen Jahr hatten in den wichtigsten europäischen Märkten Deutschland, Frankreiche, England, Spanien und Italien zusammen  genommen nur 17 Prozent aller Kleinwagen ESP. Das sei um so fataler, weil gerade kleine Autos oft von Fahranfängern gesteuert würden, die überdurchschnittlich hoch in schwere Verkehrsunfälle verwickelt sind.

Weltweit werde jedes dritte Neufahrzeug mit Schleuderschutz ausgerüstet, hat Bosch ermittelt. "2012 wird es bereits jedes zweite sein", kündigt das Traditionsunternehmen an. Ab diesem Jahr, so ein Gesetzesvorschlag der EU, soll die Autoindustrie zur Installation von ESP in allen Fahrzeugen verpflichtet werden. Derzeit sind rund 20 Prozent aller Pkw in Europa mit ESP unterwegs. Eine Nachrüstung der hoch komplexen Elektronik ist nicht möglich.

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