Verkehrssicherheit

Verkehrssicherheit

— 07.08.2008

Lenkrad erkennt müden Fahrer

Der Sekundenschlaf hinter dem Steuer kann nicht nur für Brummi-Fahrer lebensgefährlich werden. Wissenschaftler aus Bad Tölz arbeiten an der Entwicklung eines Lenkrads mit Weckfunktion.

An einer neuen Methode zur Früherkennung von Müdigkeit arbeiten Wissenschaftler des Generation Research Programm (GRP) in Bad Tölz. Das System misst die Adenosintriphosphat-Konzentration (ATP) im Blut. Die Substanz liefert menschlichen Zellen Energie. Ist nur wenig ATP vorhanden, ist das ein Indikator für Müdigkeit. Weil einem Autofahrer aber während der Fahrt kein Blut abgenommen werden kann, machen sich die Wissenschaftler eine Eigenschaft des menschlichen Energiestoffes zunutze: Bestrahlt man ihn mit Licht, beginnen die enthaltenen Phosphate zu leuchten. Im Lenkrad steckt deshalb eine Xenonlampe, die die Phosphate im Blut der Hände je nach Konzentration zum Leuchten bringt – und bei Unterschreiten eines Grenzwertes ein Warnsignal auslösen kann.

Das GRP ist der Ludwig-Maximilians-Universität München angegliedert und gehört zu den ausgewählten Orten beim Wettbewerb "Deutschland – Land der Ideen".

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