Verkehrstote 2009: Endgültige Zahlen

Verkehrstote 2009: Endgültige Zahlen

— 15.07.2010

So wenige Tote wie noch nie

Es sterben noch immer zu viele Menschen im Verkehr – aber immerhin gab es 2009 so wenig Verkehrstote wie noch nie. Offiziell kamen 4152 Menschen auf deutschen Straßen ums Leben.

(dpa/cj) Die Zahl der Verkehrstoten hat auf Deutschlands Straßen im Jahr 2009 einen neuen Tiefstand erreicht. Insgesamt kamen 4152 Menschen ums Leben – im Schnitt elf Menschen pro Tag. Das sind 7,3 Prozent (325) weniger als 2008, teile das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bei der Bekanntgabe seiner endgültigen Zahlen am Donnerstag (15.07.2010) mit. Die Zahl der Verkehrstoten ist seit 1991, dem Jahr mit den meisten Verkehrstoten nach der Wiedervereinigung, kontinuierlich gesunken. Bereits im Februar diesen Jahres hatte das Statistische Bundesamt vorläufige Zahlen für 2009 veröffentlicht. Einen Rückgang gab es auch bei der Zahl der Verletzten: Rund 68.500 Menschen erlitten bei Verkehrsunfällen schwere, 329.100 leichte Verletzungen. Das waren 2,9 beziehungsweise 2,7 Prozent weniger als 2008.

Übersicht: Die Bilanzen der vergangenen Jahre

Die Gesamtzahl der von der Polizei aufgenommenen Unfälle ist dagegen um 0,9 Prozent auf 2,31 Millionen gestiegen. Darunter waren 2,0 Millionen nur mit Sachschäden (plus 1,5 Prozent). Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen, gingen dagegen um 3,1 Prozent zurück. In der Risikogruppe der 18- bis 24-Jährigen kamen im vergangenen Jahr 796 junge Erwachsene ums Leben. Das waren zwar zehn Prozent weniger als im Vorjahr, doch fast jeder fünfte Verkehrstote sowie jeder fünfte Verletzte gehörte zu dieser Altersgruppe. Ihr Anteil an der Bevölkerung in Deutschland lag aber nur bei 8,3 Prozent, wie die Behörde mitteilte. Unter den Menschen im Alter von 65 und älter starben 1104 im Straßenverkehr. Das waren 3,6 Prozent mehr als 2008. Bezogen auf die Bevölkerungszahl ist das Risiko alter Menschen, im Straßenverkehr zu sterben, um 2,3 Prozent gestiegen.

Auch nach Ortslagen wurden das Unfallgeschehen analysiert. So starben im vergangenen Jahr erneut die meisten Menschen bei Unfällen auf Landstraßen. Allerdings bedeutete der Rückgang von 2721 auf 2452 Tote eine Verbesserung von 9,9 Prozent. Auch innerorts (von 1261 auf 1225) und auf Autobahnen (von 495 auf 475) sank die Zahl.

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