Verkehrsunfälle

Verkehrsunfälle

— 25.10.2007

Spezialstahl erschwert Rettung

Harter Spezialstahl in den Dachsäulen moderner Autos erschwert nach Unfällen oft die Rettungsarbeiten. Feuerwehr und ADAC fordern Abhilfe.

Feuerwehren und ADAC wollen Neuwagen mit Gebrauchsanweisungen für den Einsatz von Rettungswerkzeug ausstatten. Zurzeit erarbeiten der Autoclub und einzelne Wehren ein Konzept. Denkbar seien schriftliche Hinweise oder eine Art Strichcode, der an der Unfallstelle ausgelesen wird. Hauptproblem: Rettungsschere und Spreizer können die harten Spezialstähle in den Dachsäulen moderner Autos an vielen Stellen kaum noch durchdringen. Außerdem müssten die Retter auf Airbags und moderne Antriebssysteme wie zum Beispiel Hybrid achten. "Es ist möglich, dass veraltete Gerätschaften bei modernen Wagen an die Leistungsgrenze geraten", sagt Rudolf Römer, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Feuerwehrverbandes. Zwar gebe es Rettungsleitfäden der Hersteller, diese seien aber wegen ständiger Modellwechsel nicht immer auf dem neuesten Stand und höchst verschieden.

ADAC fordert Internet-Portal mit aktuellen Infos

Der ADAC kritisiert, dass die Hersteller-Anleitungen nicht systematisch verteilt würden. "Es wäre gut, wenn jede Feuerwehr auf ein Internetportal mit allen aktuellen Infos zugreifen könnte", sagt Hubert Paulus vom ADAC. Oft ließe sich das Problem der hochfesten Stähle aber umgehen, indem man das Dach am oberen Ende der tragenden Säulen abschneide. Die hier untergebrachten Airbags seien oft ungefährlich, so Paulus.

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