Verkehrswacht kritisiert Handy-Verordnung

Verkehrswacht kritisiert Handy-Verordnung

— 23.06.2003

Handy am Ohr – Führerschein weg?

Der Deutschen Verkehrswacht reicht die neue Handy-Verordnung nicht aus. Sie fordert zusätzlich den Führerschein-Entzug.

Die Handy-Sünder geraten ins Visier der Deutschen Verkehrswacht. Für das kommende Jahr kündigte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe bereits härtere Maßnahmen an, doch die neue Verordnung reicht Verkehrswacht-Präsident Heinz Hardt nicht aus: "30 bis 40 Euro Buße wirken nicht." Und er schlägt drasterische Maßnahmen vor: "Wir müssen über einen Führerschein-Entzug nachdenken."

Hardt will die Autofahrer aber nicht nur abschrecken, sondern auch gezielt aufklären. "Ich glaube, wir müssen eine Kampagne entwickeln wie bei der Gurtpflicht. Mit der Kombination von Bußgeldandrohung und Aufklärung haben wir eine Anschnall-Quote von 95 Prozent erreicht. Das ist im internationalen Vergleich sehr hoch."

Navigationssysteme im Auto, die den Fahrer zum Blick auf einen Sichtschirm zwingen, erhöhen nach den Worten des Verkehrswacht-Präsidenten ebenfalls das Unfallrisiko. Konkrete Zahlen dazu habe die Verkehrswacht zwar nicht – eine akustische Information sei aber allemal besser als der Blickkontakt. Diese technische Phase müsse "schnell überwunden werden", so Hardt.

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