Vertrauliche Auflistung

Vertrauliche Auflistung

— 20.02.2004

Stolpe ist Berlins Berater-König

Das Bundesverkehrsministerium vergab 70 Beratungsaufträge. 17 Millionen Euro kostete allein die Maut-Beratung.

Wenn der "Weihnachtsmanni" kommt, wird’s teuer für die Steuerzahler: Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) ließ sich die Nikolausfeier seines Ministeriums am 8. Dezember des vergangenen Jahres rund 87.000 Euro kosten. Für die vorweihnachtliche Stimmung der 1400 Gäste sorgten 56 "Event Consult"-Mitarbeiter.

Gemäß "Rahmenvertrag" wurden u. a. folgende "Beratungsleistungen" erbracht: Aufbau, Catering, Beleuchtung, Beschallung, Einladungen sowie Hostessendienst. Für AUTO BILD war die aufwändig ausgestaltete Weihnachsfeier von Stolpe Anlass, die Berater-Projekte des Verkehrsressorts näher zu betrachten. Ergebnis: Stolpe ist der ungekrönte Berater-König von Berlin!

Eine vertrauliche interne Auflistung des Ministeriums enthält 70 laufende Beratungsprojekte externer Dienstleister. Allein zur Vorbereitung der missglückten Lkw-Maut gab Stolpe rund 17 Millionen Euro für fünf Beraterverträge aus. Pikant: Auch die Firma Bearing Point ist Stolpe zu Diensten. Bei Bearing Point handelt es sich um einen Ableger des Consultingriesen KPMG. Bei dem steht Stolpe- Vorgänger Kurt Bodewig, der Vater der Maut, in Lohn und Brot. Und nach dem Maut-Chaos war Rat (erneut) teuer: "Zur Profilierung" des Ministeriums "in der öffentlichen Wahrnehmung" vergab Stolpe weitere Beratermandate für 400.000 Euro.

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