Verzögerung kostet bis zu 800 Millionen Euro

Verzögerung kostet bis zu 800 Millionen Euro

— 12.09.2003

Start der Lkw-Maut immer unsicherer

Verkehrsminister Stolpe macht den Maut-Beginn von der Betreibergesellschaft abhängig. Die wiegt sich in Sicherheit, trotz technischer Probleme.

Der für den 2. November vorgesehene Start der deutschen Lkw-Maut verschiebt sich möglicherweise erneut. Verkehrsminister Manfred Stolpe erklärte in der Bundestags-Haushaltsdebatte, der pünktliche Start hänge vom Betreiberkonsortium ab. Noch seien aber viele Fragen offen.

Auch das Betreiberkonsortium Toll Collect um DaimlerChrylser und die Telekom hatte keine Startgarantie abgegeben. Dem Bund entgehen durch die Verzögerung von zwei Monaten bereits jetzt rund 330 Millionen Euro an Mauteinnahmen. Hinzu kommen Ausfälle von rund 50 Millionen Euro, weil die Gebühr für die Autobahn-Vignette seit Ende August, dem ursprünglichen Starttermin, nicht mehr erhoben wird. Bei einem Maut-Start Anfang 2004 verdoppelte sich der Kostenausfall des Bundes auf knapp 800 Millionen Euro.

Nach einem zwischen Stolpe und Toll Collect vereinbarten Eckpunktepapier kommen die Betreiber in den ersten zwei Betriebsmonaten haftungsfrei davon, sollten die technischen Probleme nicht behoben sein. Bislang funktionieren die Lkw-Bordgeräte zur automatischen Gebührenabbuchung via Satellit vielfach noch nicht.

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