Red-Bull-Pilot Mark Webber vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel

Vettels Red Bull mit Problemen in Monaco

— 20.05.2010

Vettels Chassis defekt

Red Bull hat einen der Gründe für Sebastian Vettels Rückstand auf Teamkollege Mark Webber beim GP von Monaco gefunden: Das Chassis war kaputt. Für den GP der Türkei bekommt Vettel nun ein neues Auto.

Zwei Rennen lang fuhr Sebastian Vettel (22) seinem Teamkollegen Mark Webber (31) sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen hinterher. Anschließend wirkte der Heppenheimer ratlos. "In Monaco war Mark insgesamt klar überlegen: vor allem nach den Safety-Car-Phasen. Da konnte er sofort wieder einiges an Zeit auf mich rausfahren", gibt Vettel auf seiner Homepage zu. Doch zurück in der Fabrik in Milton Keynes ist Red Bull Vettels Problemen auf die Spur gekommen. "Wir haben einen Defekt an Sebastians Chassis gefunden", erklärt Teamchef Christian Horner (36) gegenüber autobildmotorsport.de. "Der hat sich während des Monaco-GP entwickelt und hat Sebastian ganz sicher nicht schneller gemacht. Für das nächste Rennen in der Türkei (30. Mai; d. Red.) bekommt er deshalb ein neues Chassis." (Mehr dazu auch in SPORT BILD Heft 21, ab 26. Mai am Kiosk). Ähnlich erging es in dieser Saison schon Mercedes-Star Michael Schumacher, dessen Chassis in Malaysia einen Knacks abbekam und beim folgenden Rennen in China fast unfahrbar war. Grundsätzlich macht Horner allen Vettel-Fans Mut. "Sebastian hat die Saison in einer tollen Form begonnen und ich bin sicher, dass er in den kommenden Rennen zurückschlagen wird. Beide werden sich an der Spitze abwechseln. In Barcelona und Monaco war Mark einfach stärker, hatte mehr Selbstbewusstsein und fühlte sich im Auto wohler. Sebastian dagegen klagte mehrfach über die Balance des Autos."

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Unzufrieden: Nach dem zweiten Rang in Barcelona, musste sich Vettel in Monaco erneut seinem Teamkollegen Webber geschlagen geben.

Dass ausgerechnet zwei Red-Bull-Piloten gegeneinander um den WM-Titel kämpfen, sieht Horner als Luxusproblem. "Zwei Fahrer, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben, machen das Team nur stärker. Und gerade bei Mark und Sebastian haben wir eine tolle Balance zwischen Jugend und Erfahrung." In der Türkei rechnet Red Bull noch einmal mit einer Leistungssteigerung. Dann fahren nach McLaren, Ferrari, Sauber und Williams auch Vettel und Webber erstmals mit dem von McLaren kopierten F-Schacht. Einem Luftleitsystem, das den Luftwiderstand auf der Geraden verringert und das Auto so bis zu zehn km/h schneller macht. Auch Mercedes spekuliert auf mehr Topspeed durch diesen "Schnorchel". "Im Moment ist er noch in der Versuchsphase", sagt Motorsportchef Norbert Haug zu AUTO BILD MOTORSPORT. "Aber das System ist notwendig, um konkurrenzfähig zu sein. Vielleicht klappt es mit einem Einsatz deshalb schon in Istanbul." Haug räumt aber ein: "Unsere Lösung ist anders als bei den anderen Teams. Wie anders werden Sie dann ja sehen!" Angeblich funktioniert das System bei Mercedes ohne aktive Einflussnahme des Fahrers. Bei McLaren und Co. muss der Pilot auf den Geraden mit Knie, Hand oder Fuß ein Loch abdichten.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

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