Vettels Siegesfeier

Sebastian Vettel Sebastian Vettel

Vettels Siegesfeier

— 10.10.2011

Karaoke-Party und SMS von Schumi

Als Dritter beim Grand Prix von Japan sichert sich Sebastian Vettel vier Rennen vor Schluss seinen zweiten WM-Titel. Wie der jüngste Doppelweltmeister aller Zeiten seinen großen Triumph feierte, darüber berichtet AUTO BILD MOTORSPORT.

Total übernächtigt musste Sebastian Vettel (24) am Tag nach seinem Titelgewinn schon wieder Sponsorentermine wahrnehmen. Zusammen mit Teamchef Christian Horner und Technikchef Adrian Newey besichtigte der Doppelweltmeister eine Fabrik des Autoherstellers und Red Bull-Sponsors Infiniti in Yokohama (Japan). Und trotz durchgemachter Nacht konnte das Weltmeister-Trio schon wieder scherzen. Vettel präsentierte sein Repertoire an japanischen Wörtern. Und Teamchef Horner antwortete auf die Frage, wie er ein so großes Team unter Kontrolle halte: "Mechaniker und Ingenieure sind kein Problem. Nur der Fahrer macht im Auto manchmal nicht das, was ich will!" Vettels Konter: "Ich kann Christian im Auto manchmal so schlecht hören. Da ist es so laut!"

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Sebastian Vettel holte der Saison 2011 bereits neun Siege. Vier Rennen kommen noch.

Das war sie dann aber auch schon, die einzige Meinungsverschiedenheit in diesem Jahr. Vielmehr konnte man den drei Protagonisten anhören, dass sie gemeinsam gut gefeiert hatten. "Stimmt", sagt Vettel. "Geschlafen habe ich nur kurz. Ich war noch lange an der Strecke, habe mit meinen Ingenieuren über das Rennen gesprochen. Anschließend gingen wir in ein Irish Pub nahe der Strecke. Die Karaoke-Maschine wurde angeschmissen und wir hatten unseren Spaß." Auch der Doppelweltmeister selbst griff dabei zum Mikro. Vettel: "Ich habe My Way von Frank Sinatra gesungen."

Gut behelmt ist halb gewonnen: die Helme der Fahrer

Und er hat sich über einen Haufen schriftlicher Glückwünsche gefreut. Vettel: "Ich habe schon über 100 SMS bekommen. Telefoniert habe ich noch nicht so viel, immerhin habe ich in den letzten 20 Stunden mehr geredet als in den ersten vier Jahren meines Lebens. Für die Anrufe nehme ich mir später Zeit." Nur einen Anruf hat der Red Bull-Pilot entgegengenommen - den von Dietrich Mateschitz. Der Red Bull-Chef saß mit schlechter Handyverbindung auf einer Alm in Österreich und richtete seine Glückwünsche aus. Vettel: "Was er für mich getan hat, werde ich nie vergessen."

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Besonders stolz war Vettel auf eine Nachricht von Michael Schumacher. "Wenn man bedenkt, dass er der Held meiner Kindheit war", sagt er, "ist eine SMS von ihm schon etwas ganz Spezielles." Noch spezieller: Zusammen haben Schumacher und Vettel jetzt sieben deutsche Titel in den letzten elf Jahren geholt. Vettel schwärmt: "Auch in dieser Hinsicht fühle ich mich geehrt neben Michael stehen zu dürfen. Wir hoffen beide, dass wir da noch einen drauflegen können. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass auch andere deutsch Fahrer in der Formel 1 gut unterwegs sind."

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Typisch Vettel. Selbst im Moment des großen Triumphes denkt er schon wieder an den nächsten Sieg. "Wir haben gestern Nacht nicht über die Stränge geschlagen", sagt er, denkt aber nicht nur an das nächste Rennen, sondern auch schon wieder ans nächste Jahr. "Wir dürfen uns jetzt nicht erlauben lange in Urlaub zu gehen", warnt er. "Immerhin wollen wir nächstes Jahr wieder um den Sieg mitfahren und müssen deshalb hart am neuen Auto arbeiten."

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

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