Vier kompakte Diesel-Vans
Welcher passt am besten?

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Wer Kinder hat, der weiß, wie schwer alle unter einen Hut zu bekommen sind. Oder in ein Auto. Vier kompakte Diesel-Vans mit sieben Sitzen bewerben sich trotzdem: Citroën C4 Grand Picasso, Mazda5, Opel Zafira und VW Touran.
Hannes, Maria und Brita müssen nicht lange überredet werden. "Dann können wir unsere Freunde ja immer und überall mitnehmen. Und im Urlaub noch viel mehr Spielzeug einpacken." Den Nachwuchs im Hause Schmitt wickeln unsere vier kompakten Vans ganz locker um den Finger – allein mit schierer Größe und Platz für sieben. Doch was sagen Mama und Papa zu diesem Thema? Immerhin müssen sie das Projekt Kinder-Wagen finanzieren und den Familien-Fahrdienst unter sich aufteilen. Nur so viel vorweg: Ganz so leicht wie im Kinderzimmer haben es Citroën C4 Grand Picasso, Mazda5, Opel Zafira und VW Touran bei den Erwachsenen nicht. Die verlangen neben der familientauglichen Größe nämlich auch einen sparsamen, aber nicht spaßarmen Diesel. Dazu tollen Komfort bei uneingeschränkter Sicherheit – und alles zum Sparpreis. Keine leichte Aufgabe also, sich hier mit aufs Familienfoto zu drängeln.
Der Picasso wird mit einem Griff zum Laster

Bild: A. Emmerling
Schlaue Schiebetüren hat nur der Mazda

Bild: A. Emmerling
Nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis fährt der Zafira seinen Kollegen munter vor die Schnauzen. Der 1,7-Liter-Common-Rail liefert mit 125 PS die stärkste Leistung und sichert sich im Sprint souverän die Poleposition, muss beim Überholen nur den Zweiliter-Hubraumriesen Mazda vorbeilassen. Dabei wirkt der kultivierte Opel-Diesel unter 2000 Touren noch verschlafen und weckt schlimme Befürchtungen. Doch wenn er erst mal läuft, dann läuft er. Willig wühlt sich der Zafira durch die sechs etwas hakelig schaltenden Gänge und schafft eine Spitze von 189 km/h. Bravo! Dazu passt das recht straffe, aber auch von den Hinterbänklern noch als fernreisetauglich eingestufte Fahrwerk und ein zwar früh, aber risikofrei regelndes ESP – klar, dass sich im Familienrat nur wenig Widerspruch regt.
Der Touran schafft den Kompromiss aus Komfort und Fahrspaß

Bild: A. Emmerling
Auf der französischen Welle der Gemütlichkeit schaukelt sich der Picasso in die Familienplanung. Dazu passt das automatische Schaltgetriebe EGS6 recht gut. Der Automatik-Modus wechselt die Gänge langsam aber sanft. Wer flott unterwegs sein will, sollte aber besser per Hand schalten. Denn sportliche Fahrweise mit viel Druck auf dem Gaspedal quittiert die Automatik mit abrupten Gangwechseln – was nicht zum gemütlich-gediegenen Komfort des Citroën passt. Auf großen Polstern gebettet, schaukelt uns der Grand C4 fernab von Hektik und Hupkonzert durch die Landschaft und bemüht sich redlich (wenn auch nicht immer erfolgreich), uns die Sünden der Straßenbauer zu verheimlichen. In forschen Kurven neigt sich der Picasso zudem merklich, bleibt dank des elektronischen Rettungsankers aber risikofrei.
Wer beim Kosten-Kapitel die Nase vorne hat, lesen Sie in der Bildergalerie!
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Gerald Czajka

Bild: H. Piezug
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