Virtueller Gang durchs Museum

Galleria Ferrari in Maranello Galleria Ferrari in Maranello

Virtueller Gang durchs Museum

— 26.09.2002

Ferrari für Freaks

Exklusiv bei autobild.de: der virtuelle Gang durch die neue Galleria Ferrari in Maranello. Der Eintritt ist frei.

So funktioniert der Rundgang

Willkommen in Maranello! Genau genommen in der Galleria Ferrari, dem neuen Museum der italienischen Heiligkeit. Unser Reporter Oliver Lauter und der italienische Fotograf Daniele Venturelli waren für Sie vor Ort. Und haben einen einzigartigen Rundgang für die User von autobild.de zusammengestellt.

Damit Sie sich zurechtfinden, stellen wir die einzelnen Räume auf den folgenden Seiten kurz vor. Um die verschiedenen Bereiche zu betreten bzw. die Ebenen zu wechseln, müssen Sie auf die vorhandenen Türen oder Treppen klicken. Um sich innerhalb der Räume einen Rundumblick zu verschaffen, halten Sie bitte die Maustaste gedrückt (Windows-Anwender die linke) und bewegen die Maus in die gewünschte Richtung. Sobald auf dem Bildschirm ein Pfeilsymbol erscheint, haben Sie die Möglichkeit, in den angrenzenden Bereich zu wechseln. Sechs verschiedene Ansichten sind es insgesamt.

Wenn Sie nicht alle gleich auf Anhieb finden: Nehmen Sie es sportlich, Versuch macht klug. Mit der Lupe (Symboltasten mit "+" und "-") können Sie Details genauer begutachten – oder sich einen Gesamtüberblick verschaffen. Kleiner Tipp: In Enzos Büro gelangen Sie vom Untergeschoss aus...

Der Platz des Sports

Schon 1996 hat Ferrari das hauseigene Museum an der Via Dino Ferrari 43 in Maranello eröffnet. Beim letzten Grand Prix des Jahres wird auf dem Parkplatz vor der Galleria eine Mega-Leinwand aufgestellt. Tausende von Tifosi feiern dann zusammen ihre Ferrari-Helden aus der Formel 1. Den Eingang des Museums ziert eine Formel-1-Ampel. Zeigen die drei Leuchten auf Grün, ist die Galleria geöffnet. Leuchtet die Ampel stoisch auf Rot, bleiben die Pforten geschlossen. Die schöne Sportwagenkarosserie auf der rechten Seite des Eingangs gehört übrigens zu einem Ferrari 550 Maranello.

Der Check-In ist nicht ganz billig: 9,50 Euro bzw. 5,00 Euro (ermäßigt) kostet ein "echter" Spaziergang durch die Welt von Ferrari. Gleich am Eingang salutiert einer der legendären Ferrari 166 Mille Miglia den Besuchern. Entweder wählt man den Gang rechts in Richtung "Mythos und Motorsport". Oder geht links zum Millionen-Rondell. Unentschlossene stöbern erst mal bei den Devotionalien: Fast jeden Ferrari gibt es hier als Modellauto. Die Auswahl ist gigantisch, die Preise sind es auch. Bücher und Bekleidung in Rot helfen gleichsam, das Portemonnaie schon vor dem Besuch der eigentlichen Ausstellung zu ruinieren. Aber keine Bange: Gucken bei autobild.de kostet nix.

Das Millionen-Rondell

Von der Kasse aus geht’s links ab durch einen schmalen Gang zum Millionen-Rondell: Derzeit zelebriert Ferrari hier das 50-jährige Jubiläum des 250 GT und GTO (V12-Motoren, bis 280 km/h). Der GTO gilt mit einem Wert von etwa 20 Millionen Euro als das derzeit teuerste Pferd im Stall. Die große GTO-Ausstellung beherbergt die schönsten Exemplare dieser fantastischen Modell-Ära.

Allesamt gehören nicht Ferrari, sondern weltweiten Sammlern, für die es eine Ehre ist, ihren GTO in Maranello auszustellen. Das ist auch der Grund, warum manchmal ein paar Exemplare fehlen. In unserem Fall hat der Besitzer eines schwarzen GTO (siehe klaffende Parklücke) sein Schätzchen zum Godwood Festival of Speed entführt.

Im Zentrum des GTO-Kreises befindet sich das uralte Holzmodell, über dem sämtliche originalen Aluminiumteile geklopft und gedengelt wurden. Abgetrennt vom millionenschweren Auto-Zirkus parkieren zwei Formel-1-Simulatoren. Für zehn Euro kann jeder Besucher virtuell über die Rennpisten brettern – vor einer Mattscheibe, aber im echten Auto. Am Eingang zum Rondell gibt es die originalen 250-GT-Zeichnungen von Pininfarina zu bewundern – in rot eingerahmte Skizzen von Karosserie, Interieur und Instrumententräger.

Die nachgebaute Boxengasse

Im Keller hat Ferrari im Jahr 2002 eine komplette Boxengasse eingeweiht. Mit allem, was dazu gehört: Überdachte Barhocker mit Boxen-TV sowie Pit-Stop inklusive Reparatur-Werkstatt. Auf dem Asphalt aus Linol scheinen ein Ferrari 166 F2 (1948) und ein Formel 1 (2000) um die Wette zu eifern. Draußen parkt Schumi, durchs Fenster der Box bestens zu sehen.

Infotafeln klären den Werdegang von Enzo Ferrari (1898-1988): Von 1929-1938 mit seiner Scuderia Ferrari als Team bei Alfa Romeo, 1938-40 Rennsport-Chef bei Alfa, 1940 der erste eigene Ferrari-Prototyp für die Mille Miglia (Ferrari 815, V8, 1500 Kubik). Das Projekt starb mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Schließlich war es dann sein Ferrari 125 Sport mit zwölf Zylindern und 1500 Kubik, der beim Rom-Grand-Prix mit Franco Cortese am Steuer siegen durfte. Gebaut und sofort gesiegt. Der Mythos Ferrari war geboren.

Saal der Mythen

Das Highlight der Ausstellung: Hinter Panzerglas befindet sich ein Nachbau von Enzo Ferraris Arbeitszimmer aus der Via Trento Trieste. Mit seinen alten Möbeln und Utensilien. Auf dem riesigen Holzschreibtisch liegt Enzos alte Hornbrille mit elf oder mehr Dioptrien. Sie liegt ausgebreitet, ja fast schon flüchtig hingelegt, so als wäre der Commendatore, wie ihn die alten Mechaniker nennen, nur mal eben raus und würde gleich wiederkommen. Weiter hinten darf man die Ferrari aus der aktuellen Produktion bewundern: den F360 Modena Spider und den M575 Maranello.

Von der Spitze zur Spritze

Im ersten Stock der Ausstellung warten die Technik-Schmankerl. An der beleuchteten Wand hinter dem Ferrari F50 (nur 349 Exemplare wurden gebaut), lässt sich erkennen, welchen Einfluss die Aerodynamik auf die Formel 1 genommen hat. Noch zu Sennas Zeiten war die Piloten-Kanzel nicht mehr als ein Kevlar-Kästchen mit angeklatschter, spitzer Nase. Schon fünf Jahre später sieht das F1-Cockpit aus wie eine Vitamin-Spritze.

Ein gelbes Schnittmodell vom Ferrari 348 lässt erkennen, wie die technische Seelenverwandtschaft zwischen einem Rennauto und der Straßenversion aussieht. Die Motorenpalette zeigt die Entwicklung des Zwölfzylinder. Die chromblitzenden Abgaskrümmer des ausgestellten F50 erinnern fast an ein Schlangennest.

Maranello zum Nacherleben

Adressen und TippsMuseum Galleria Ferrari, Via Dino Ferrari 43, I-41053 Maranello (Modena), Telefon: 0039/ 0536/ 94 32 04, Öffnungszeiten: 9.30 – 18.00 Uhr, Eintritt: 9,50 Euro, Kinder 5,00 Euro • Fan-Shop Ferrari Store, Via Abetone Inferiore 19, Telefon: 0039/ 0536/ 94 98 88, Öffnungszeiten: 10.30 – 19.30 Uhr • Gourmet Ristorante Cavallino, Via Abetone Inferiore 1, Telefon: 0039/ 0536/ 94 23 24 • Übernachten Planet Hotel, Via Verga 22, Telefon: 0039/ 0536/ 94 67 82 • Links für Ferrari-Freaks • www.ferrariworld.com • www.ferrari.com • www.FerrariMarket.com • www.giorgiogiochi.com • www.planethotel.org

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