VW-Jahresabschluss 2002

Volkswagen-Bilanz 2002

Volkswagen-Bilanz 2002

— 19.02.2003

3,99 Milliarden Euro Gewinn

Umsatz minus 1,8 Prozent, Gewinn nach Steuern minus 11,3 Prozent, erstmals seit Jahren weniger als fünf Millionen Autos verkauft.

Gewinnziel knapp verfehlt

Das hatte sich VW-Boss-Pischetsrieder sicher anders vorgestellt: Bei seinem ersten Jahresabschluss als Konzernvorsitzender gab es fast nur Negativzahlen zu vermelden. Der Umsatz fiel um 1,8 Prozent auf 86,95 Milliarden Euro (minus 1,8 Prozent). Der Vorsteuergewinn sank um 9,6 Prozent auf 3,99 Milliarden Euro. Auch der Gewinn nach Steuern ging deutlich zurück – um 329 Millionen Euro auf knapp 2,6 Milliarden Euro (minus 11,3 Prozent). Dafür stieg die Zahl der VW-Mitarbeiter 2002 um knapp ein Prozent auf 324.892.

Für 2003 gab das Unternehmen keine detaillierte Prognose ab. Es sollen aber unverändert 1,30 Euro Dividende an die Aktionäre gezahlt werden. Der Absatz blieb erstmals seit Jahren mit 4,984 Millionen verkaufter Autos unter der Marke von fünf Millionen Autos. Der Automobilkonzern hatte im Oktober für das Gesamtjahr 2002 noch einen Gewinn vor Steuern von rund vier Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Der seit April 2002 amtierende neue Vorstandschef Bernd Pischetsrieder hatte seine Jahresprognose wegen der anhaltend schwachen Automobilnachfrage auf einen Wert "in der Größenordnung von vier Milliarden Euro" gesenkt. Anfangs hatte Pischetsrieder den von seinem Vorgänger Ferdinand Piëch im Jahr 2001 erreichten Rekord-Vorsteuergewinn von 4,4 Milliarden Euro wieder einfahren wollen.

VW-Absatz bleibt konstant

Der Absatz des Volkswagen-Konzerns liegt aktuell über dem Niveau des vergangenen Jahres. "Wir verkaufen derzeit mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum", sagte Vorstandsvorsitzender Pischetsrieder im spanischen Estepona zur Fahrpräsentation des neuen Minivans Touran. Während in Nordamerika und Deutschland weiterhin eine erhebliche Kaufzurückhaltung zu verzeichnen sei, gebe es auf dem chinesischen Markt deutliche Zuwächse. "Im Januar haben wir in China mehr Fahrzeuge abgesetzt als in Deutschland", sagte Pischetsrieder.

Der chinesische Markt gilt als hochprofitabel. Im laufenden Jahr will der VW-Konzern seinen dortigen Absatz auf den neuen Rekordwert von rund 600.000 (Vorjahr: 513.000) Fahrzeuge steigern. Die Kostendeckungsbeiträge durch das Modell Passat sowie den seit Januar dort angebotenen Kleinwagen Gol seien in China deutlich höher, so Pischetsrieder.

Geld, dass Volkswagen gut gebrauchen kann, denn für neue Modelle mussten die Wolfsburger im vergangenen Jahr tief in die Tasche greifen: 9,12 Milliarden Euro flossen laut Jahresabschluss 2002 in "Investitionstätigkeiten" – 17,5 Prozent mehr als 2001.

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