Volkswagen-Bilanz

Volkswagen-Bilanz

— 25.07.2003

Der neue Golf als Hoffnungsträger

Aktuelle Zahlen bestätigen die düstere Prognose von VW-Chef Bernd Pischetsrieder: Deutlich weniger Gewinne drücken auf die Bilanz.

Der Volkswagen-Konzern konnte im zweiten Quartal 2003 wegen der schwachen Autokonjunktur und des starken Euro sein Vorjahresergebnis nicht wiederholen. Das Ergebnis nach Steuern sank um 49,2 Prozent auf 394 Millionen Euro, teilte VW am Freitag in Wolfsburg mit. Das operative Ergebnis sackte um 56,1 Prozent auf 616 Millionen Euro ab.

Solche Zahlen hatte VW-Chef Bernd Pischetsrieder allerdings schon vorausgesehen – für die zweite Jahreshälfte rechnet er mit einer Erholung. Hoffnung setzt Europas größter Autobauer vor allem auf den neuen Golf, der im Herbst startet. Dennoch: Für das Gesamtjahr 2003 erwartet VW einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses.

Von April bis Juni 2003 sank der Umsatz um 2,9 Prozent auf 22,13 Milliarden Euro, das Vorsteuerergebnis ging um 46,3 Prozent auf 679 Millionen Euro zurück. Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge sank um 4,3 Prozent auf 1,27 Millionen: 880.000 stammen von der Markengruppe VW (VW, Skoda, Bugatti und Bentley), das sind 5,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Audi-Gruppe (mit Audi, Lamborghini und Seat) hat dagegen leicht zugelegt, mit 329.000 ausgelieferten Fahrzeugen kamen im Quartalsvergleich 0,8 Prozent hinzu. Volkswagen Nutzfahrzeuge kam auf 67.000 Einheiten – eine Verschlechterung um 10,1 Prozent.

Auf fast allen großen Weltmärkten verzeichnete Volkswagen Einbußen, nur nicht im Asien-Pazifik-Raum: Dort wurden von April bis Juni 19,9 Prozent mehr Autos ausgeliefert, insbesondere China erweist sich weiter als Wachstumsmarkt.

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