Volkswagen gründet AutoUni

Volkswagen gründet AutoUni

— 06.06.2002

VWs neue Manager-Schmiede

Mit der Wolfsburger AutoUni setzt der VW-Konzern auf die maßgeschneiderte Qualifizierung seiner Spitzenkräfte. Durch internationale Dozenten.

Eine wirkliche Uni ist es nicht. Eine mit (fleißigen) Studenten in Hörsälen, die Vorlesungen lauschen und über Prüfungen schwitzen. Dennoch hat Volkswagen seine neue Weiterbildungsstätte AutoUni genannt. Doch die Uni, die Volkswagen meint, ist keine Lehranstalt im herkömmlichen Sinne. Sie wird in erster Linie der Fachelite und dem Management des Volkswagen-Konzerns offen stehen. "Die Führungskräfte sollen auf höchstem Niveau weitergebildet werden. Die AutoUni ist keine wissenschaftliche Hochschule und keine private Universität", erläutert VW-Konzernvorstand Peter Hartz.

Neu sei der Anspruch neben Management- und Fachkompetenz auch die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Es sollen maßgeschneiderte Qualifizierungsprofile geschaffen und Spitzen-Knowhow vermittelt werden, zum Beispiel zu Themen wie Elektronik, Leichtbau, Kundenorientierung oder wertorientierte Unternehmensführung. Die AutoUni will jedoch auch über den Tellerrand hinausschauen und nach allen Seiten offen sein. "Sie sieht die weltweite Zusammenarbeit mit Hochschulen und Partnerunternehmen vor", so VW-Pressesprecher Fred Bärbock. Das können zum Beispiel Zulieferer sein. Ein Kurs oder Seminar soll im Durchschnitt über fünf Tage gehen.

In den nächsten fünf Jahren investiert der Konzern 40 Millionen Euro in das Projekt, das jährlich von 4000 Fachleuten besucht werden soll. Die Investition bezieht sich auf den Aufbau von Strukturen von IT-Systemen, die Programmentwicklungen für Computersoftware und auf die Bezahlung der Dozenten. Die Lehrkräfte wird die AutoUni aus einem Netzwerk von Hochschulen und Business Schools sowie aus Wirtschaftsunternehmen rekrutieren. Im Herbst dieses Jahres soll es losgehen. Dann werden noch Schulungseinrichtungen von VW genutzt. 2005 soll jedoch ein eigens Gebäude der AutoUni in Wolfsburg in der Nähe des VW-Werkes errichtet werden. Walther Zimmerli, bisher Präsident der privaten Universität Witten-Herdecke, übernimmt die Verantwortung für den Aufbau und die Leitung der AutoUni. (autobild.de/dpa)

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