Volkswagen im Rückwärtsgang

Volkswagen im Rückwärtsgang

— 03.05.2002

Gewinn schrumpft um 25 Prozent

Der Gewinn der Wolfsburger brach im ersten Quartal 2002 zweistellig ein. Konzern-Chef Pischetsrieder erwartet positive Wende.

Erstmals unter der Regie des neuen Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder legte Volkswagen am Freitag die aktuellen Quartalszahlen vor. Und die fielen erwartungsgemäß schwach aus: Der Umsatz ging in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 5,4 Prozent auf knapp 21,27 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern fiel um 19,9 Prozent auf 997 Millionen Euro, der Reingewinn um fast 25 Prozent auf 627 Millionen Euro.

Der Volkswagen-Konzern setzte mit 1,18 Millionen Fahrzeugen 13 Prozent weniger ab. Gleichzeitig wurden aber etwa ebenso viele Fahrzeuge verkauft, so dass der Lagerbestand nicht zunahm. Mit rund 1,22 Millionen Fahrzeugen lag die Produktion um 13,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Belegschaft sank leicht um 0,2 Prozent auf jetzt 321.300. Positiv entwickelten sich das Geschäft in den Regionen Nordamerika (153.000 verkaufte Fahrzeuge, Plus 4,2 Prozent) und Asien-Pazifik (112.000, plus 5,6 Prozent) sowie bei der Markengruppe Audi (296.000 verkaufte Audi/Seat/Lamborghini, plus 0,3 Prozent).

Als Grund für das schlechte erste Quartal nannte der Konzern die allgemeine Krise in der Autokonjunktur und die Wirtschaftsprobleme in Argentinien. VW-Chef Bernd Pischetsrieder gab sich jedoch für das restliche Jahr optimistisch. Das gute Ergebnis von 2001 könne zu Beginn des zweiten Halbjahres gehalten werden. Voraussetzung dafür: die Marktbelebung in den USA und Westeuropa. Obwohl die Gewinne deutlich absackten, legte die VW-Aktie zu. Zum Handelsauftakt am Freitag war sie stärkster Wert im DAX mit einem Plus von 2,01 Prozent auf 54,89 Euro.

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