Montage VW setzt 2014 mehr Autos ab als GM

Volkswagen neue Nummer 1 der Autobauer

— 10.01.2017

VW zieht an Toyota vorbei

Trotz Diesel-Skandals schwingt sich VW wohl zum größten Autobauer der Welt auf: 2016 steigert der Konzern die Zahl der verkauften Autos. Toyota dürfte nur auf Platz zwei landen.

(dpa/brü) Ungeachtet des Abgas-Skandals dürfte der Volkswagen-Konzern im vorigen Jahr als größter Autobauer der Welt an Toyota vorbeigezogen sein. Das Unternehmen konnte seine Verkäufe 2016 steigern. Insgesamt setzten die einzelnen Marken insgesamt etwas mehr als 10,3 Millionen Fahrzeuge ab – ein Plus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das teilte das Unternehmen am 10. Januar 2016 in Wolfsburg mit. Bei der Kernmarke VW-Pkw nahmen die Auslieferungen um 2,8 Prozent auf knapp sechs Millionen Wagen zu, hatte Volkswagen zuvor mitgeteilt.

VW-Neuheiten bis 2025

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VW verweist Toyota wohl auf Platz 2

Volkswagen hat damit wohl den Erzrivalen Toyota als absatzstärksten Autobauer der Welt abgelöst. Die Japaner hatten Mitte Dezember die Erwartung geäußert, erst 2017 auf weltweit 10,2 Millionen verkaufte Fahrzeuge zu kommen. Dies wäre nach bisheriger Schätzung noch einmal ein Plus um 1 Prozent gegenüber 2016. "2016 war ein sehr anspruchsvolles Jahr für uns. (...) Dennoch ist es uns gelungen, unter schwierigen Bedingungen das operative Geschäft zu stabilisieren", sagte VW-Konzernchef Matthias Müller. Im Gesamtjahr führte der Abgas-Skandal nicht zu einem Absatzrückgang.

Vier Millionen Autos in China ausgeliefert

Ähnlich wie bei der Hauptmarke mit dem VW-Emblem trieb vor allem der wichtigste Markt China die Auslieferungen an. In der Volksrepublik brachte der Konzern von Januar bis Dezember knapp 4 Millionen Autos an die Kunden (plus 12,2 Prozent). In Europa waren es mehr als 4,2 Millionen (plus 4,0 Prozent). Jedoch fiel der Zuwachs auf dem deutschen Heimatmarkt mit 0,2 Prozent mager aus. In den USA, dort war die Abgas-Affäre im September 2015 bekanntgeworden, betrug das Minus 2,6 Prozent. Am größten waren die Verluste in Brasilien mit 33,9 Prozent. Zum Jahresende hin verbesserten sich die Zahlen in vielen Regionen wieder,  auch in den USA. Im Dezember verbuchte der Konzern so ein weltweites Plus von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, in den Vereinigten Staaten gelang eine Steigerung um 16,1 Prozent.

Skoda, Porsche und Audi legen zu

Besser als im Vorjahr schnitten auch die VW-Töchter Skoda (plus 6,8 Prozent), Porsche (plus 5,6 Prozent) und Audi (+3,8 Prozent) ab, ebenso wie die leichten Nutzfahrzeuge (plus 11,4 Prozent). Einzig beim Lkw-Bauer MAN gab es 2016 einen geringfügigen Rückgang um 0,2 Prozent.
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