Fahnen der VW-Familie

Volkswagen plant Billigmarke

— 20.03.2014

500.000 Billigautos pro Jahr?

Volkswagen setzt bei seinem geplanten Weg an die Weltspitze offenbar auch auf ein Billigauto. Einem Medienbericht zufolge soll es vorrangig in Asien Absatz finden – möglichst 500.000 Mal pro Jahr.

(dpa/rtr/cj) Nach langem Zögern hat sich Volkswagen offenbar durchgerungen, ein Billigauto für maximal 7500 Euro an den Start zu bringen. Das Projekt mit dem Namen "Budget Car" solle kommende Woche vom Vorstand abgesegnet und im Sommer vom Aufsichtsrat freigegeben werden, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag (20. März 2014) vorab. Ein Konzern-Sprecher sagte, VW arbeite intensiv an der Realisierung. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Konzernchef Martin Winterkorn hatte vorige Woche bei der Bilanzvorlage gesagt, man sei bei dem Budgetauto "kurz vor Zieleinlauf". Aber die letzten Schritte seien die schwersten. Dem Bericht zufolge sollen die "Budget Cars" unter einer neuen, dann 13. Konzernmarke verkauft werden. Der Verkauf solle Ende 2016 oder Anfang 2017 in China starten, wo VW die Wagen zusammen mit einem seiner lokalen Partner bauen werde. Später könnten Märkte wie Indien oder Südostasien in den Fokus rücken. Angepeilt ist laut "Manager Magazin" ein jährlicher Absatz von 500.000 Stück. Allerdings solle das Fahrzeug nicht in Europa angeboten werden.

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In der Preisklasse unterhalb von 8000 Euro machen derzeit etwa die rumänische Renault-Tochter Dacia oder Suzuki aus Japan das größte Geschäft. Um wie geplant bis 2018 die weltweite Nummer eins der Autobauer zu werden, muss Volkswagen auch in diesem Segment punkten. Um die Kernmarke VW nicht zu verwässern und den eigenen hohen Qualitätsansprüchen zu genügen, war laut dem Bericht auch diskutiert worden, eigens dafür entwickelte Komponenten zu verwenden. Außerdem muss VW verhindern, dass die Töchter Skoda und Seat Kunden an die neue Marke verlieren, deren Fahrzeuge günstiger angeboten werden.

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