Volkswagen setzt auf Common-Rail-Diesel

Volkswagen setzt auf Common-Rail-Diesel

— 25.10.2005

Pumpe-Düse verliert Druck

"Pumpe-Düse" stand bei VW lange für moderne Dieseltechnik. Die Zukunft heißt aber Common Rail – Pech für den Standort Stollberg?

Volkswagen und Siemens bauen ihr erstes Gemeinschaftswerk in Stollberg bei Chemnitz nicht weiter aus. "Die für 2006 geplante Ausbaustufe haben wir auf Eis gelegt", sagte VW-Sprecherin Christine Kuhlmeyer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. In dem erst 2004 eröffneten Werk werden Pumpe-Düse-Systeme für Dieselmotoren gefertigt – künftig setzt Volkswagen aber verstärkt auf die Common-Rail-Technik.

Die Konsequenzen für das im November 2005 gestartete Zulieferwerk der Volkswagen Mechatronic GmbH & Co. KG in Stollberg seien noch nicht absehbar, so Kuhlmeyer. Zunächst gehe die Produktion weiter. "VW und Siemens werden sich zu gegebener Zeit zusammensetzen und sehen, was man da macht."

In die Fabrik zur Entwicklung und Fertigung von Piezo-Einspritzelementen für TDI-Motoren wollten beide Konzerne insgesamt 270 Millionen Euro investieren. Die EU-Kommission hatte 84 Millionen Euro staatliche Beihilfen genehmigt. Zur Zeit hat das Werk etwa 250 Beschäftigte, bis Mitte 2007 sollten bis zu 690 Arbeitsplätze geschaffen werden.

VW wird ab 2007 allerdings eine neue Generation von Drei- und Vierzylindermotoren bauen, die mit der konkurrierenden Common-Rail-Technik arbeiten. Bislang war der Automobilkonzern der einzige Hersteller, der bei Dieselmotoren auf Pumpe-Düse gesetzt hat. Die Abkehr wird damit begründet, daß Common Rail inzwischen wesentlich höhere Drücke ermöglicht als noch vor Jahren.

Autor: Michael Voß

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