Volkswagen-Studie GX3

Volkswagen Konzeptstudie GX3 Volkswagen Konzeptstudie GX3

Volkswagen-Studie GX3

— 06.01.2006

VW-Zwitter für US-Boys

Vorne zwei Räder, hinten nur eins. Was aussieht wie ein umgekehrtes Trike, soll Volkswagen in den USA wieder begehrenswert machen.

Extravagant, aber nicht neu

Potzblitz, was ist denn das? Das Ding kennen wir doch. Das ist doch dieser Peugeot ... Wie hieß er noch gleich? 20Cup? Richtig, trotzdem falsch! Denn das hier ist der GX3 von Volkswagen. Vorne Auto, hinten Motorrad, zwei Sitzplätze und ein super Leistungsgewicht. Mit dieser Studie bekennt sich jetzt auch Volkswagen auf der L.A. Auto Show (6. bis 15. Januar) zur Liebe zu außergewöhnlichen Straßenflitzern. Aber im Gegensatz zum 20Cup (nur als Rennversion geplant) oder dem schon 1997 vorgestellten F300 Life Jet von Mercedes-Benz (nur als Studie) hat der GX3 echte Serien-Chancen. Die Amis müssen nur "ja" sagen zum heißen Eisen der Crazy Germans from Wolfsburg.

Entwickelt wurde das umgedrehte Trike von der internationalen Moonraker-Gruppe. Die hier versammelten Ingenieure, Designer, Produktions- und Vertriebsexperten hatten es sich, so heißt es, zum Ziel gesetzt, "die Wünsche, Träume und Bedürfnisse der amerikanischen Autofahrer in einem Fahrzeug zu vereinen". Anschließend schneiderten die Kreativen des Volkswagen Design Centers im amerikanischen Santa Monica der entstandenen Grundidee ein schickes Kleid.

Herausgekommen ist ein Zwitter aus Motorrad und Auto mit Platz für zwei Passagiere. Anders als beim Zweirad (aber genau wie beim Peugeot 20Cup) sitzen Pilot und Beifahrer im GX3 nebeneinander. Platz für Gepäck ist auch vorhanden: 80 Liter faßt der Kofferraum hinter den Insassen. Die Geste zählt.

Wenn er gefällt, wird er gebaut

Doch der GX3 ist weit mehr als ein zu breit geratenes Motorrad mit Stützrad. Bei ihm treffen 125 PS auf 570 Kilo Gesamtgewicht. Das entspricht einem Leistungsgewicht von 4,56 kg/PS – und sticht in jedem Autoquartett locker den Porsche 911 Carrera (4,69 kg/PS) aus. Bereitgestellt wird die Kraft von einem 1,6-Liter-Motor, der den GX3 in 5,7 Sekunden auf Tempo 100 katapultieren soll. Schluß ist erst bei 200 Sachen. Und das alles bei einem theoretischen Verbrauch von 5,2 Litern auf 100 Kilometer. Schnellfahren ohne Zapfsäulen-Kater.

Für ausreichende Bodenhaftung sorgen wuchtige Breitreifen. Die beiden vorderen Exemplare sind mit der Dimension 215/45 R17 noch zurückhaltend, das Hinterrad sprengt den Rahmen: Das gewaltige 18-Zoll-Monster ist breiter als ein DINA 4 Blatt im Querformat (315 Millimeter). Es hängt in einer Einarmschwinge und wird über eine Kette angetrieben.

Das Beste kommt zum Schluß: Sollte der GX3 auf der L.A. Auto Show im Januar gut ankommen, soll die Studie in Serie gehen und zukünftig auf amerikanischen Straßen für Aufsehen sorgen. Zu einem Preis von 17.000 Dollar hätten die Amis dann eine ausgefallene und günstige Alternative zu Mazda MX-5, Opel Tigra TwinTop und Co. Nach Deutschland soll das sportliche Dreirad allerdings nicht kommen, sagt Volkswagen. Wie gut, daß es findige Importeure gibt.

Autor: Jan Kriebel

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