Montage VW setzt 2014 mehr Autos ab als GM

Neue VW (2018, 2019, 2020, 2021 und 2022)

Volkswagen wieder Nummer 1 der Autobauer

VW verteidigt den ersten Platz

VW bleibt trotz Dieselskandal der größte Autobauer der Welt, Toyota fährt vermutlich auf Platz zwei, GM gilt nach dem Opel-Verkauf als abgeschlagen.
(Reuters/lhp) Volkswagen hat trotz der Dieselkrise 2017 so viele Autos verkauft wie nie zuvor und sich damit erneut die Krone als größter Autokonzern gesichert. Rund um den Globus rollten 10,7 Millionen Fahrzeuge zu den Kunden, 4,3 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr, teilte der Wolfsburger Konzern am 17. Januar 2018 mit. 2016 hatte Volkswagen einschließlich der beiden Lkw-Töchter MAN und Scania weltweit 10,3 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Auf Platz zwei landet wahrscheinlich wieder der japanische Erzrivale Toyota, der 2017 mit einem weltweiten Absatz von 10,35 Millionen Fahrzeugen rechnet. Das wäre zum Vorjahr ein Plus von zwei Prozent. Für 2018 hat sich Toyota 10,5 Millionen Auslieferungen vorgenommen.

Neue VW (2018, 2019, 2020, 2021 und 2022)

GM aus dem Rennen, Renault-Nissan-Mitsubishi noch drin

US-Konkurrent General Motors hat sich mit dem Verkauf der defizitären Europatochter Opel an PSA Peugeot Citroën vorerst aus dem Rennen um einen Spitzenplatz verabschiedet. Große Unbekannte ist noch die Allianz von Renault mit den beiden japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi. Deren addierter Absatz könnte nach Meinung von Analysten im abgelaufenen Jahr dem von Volkswagen nahekommen oder sogar gleichziehen. Anders als die Wolfsburger bilden Renault-Nissan mit Mitsubishi bislang jedoch keinen Konzern. Bei einer Fusion der drei Partner erwüchse Volkswagen ein Konkurrent. Die beiden südkoreanischen Autobauer Hyundai und Kia, denen lange ein Sprung in die Spitzengruppe zugetraut wurde, verloren den Anschluss. Im vergangenen Jahr schlug das Duo weltweit 7,25 Millionen Fahrzeuge los und verfehlte damit das eigene Ziel von 8,25 Millionen klar.

Dieselskandal nicht überwunden, aber der Absatz stimmt

Volkswagen konnte dank seiner zwölf Marken und der Gleichteilestrategie die Kosten deutlich stärker senken als einige Konkurrenten, profitierte insofern also von einem hohen Absatz. Im Gegensatz zu der Zeit vor dem Dieselskandal 2015 steht Größe als alleiniger Maßstab jedoch nicht mehr im Vordergrund, vielmehr gilt der Gewinn pro verkauftem Auto als Messgröße. Den hausgemachten Dieselskandal hat Volkswagen immer noch nicht überwunden. Doch abseits der Altlasten läuft das Geschäft rund. Dabei kommt dem Autobauer zugute, dass er weltweit präsent ist und konjunkturelle Schwankungen so ausgleichen kann.
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