Ausblick auf S40 und V40

Volvo S40/V40 (2019): Vorschau

— 08.06.2016

Kompakt auf Schwedisch

Volvo gibt mit der Studie 40.2 einen Ausblick auf S40 und V40. Die Kompakten gehören zur Modelloffensive der Schweden und kommen 2019 auf den Markt. AUTO BILD hat alle Infos!

Weder Limousine noch Kombi: Die Studie gibt nur einen vagen Ausblick auf die endgültige Karosserieform.

Nicht täuschen lassen: Volvo nennt sie zwar 40.2, aber hinter dieser Zahlenkombination verbirgt sich ein Ausblick auf die Kompakt-Zukunft der Schweden. Die im Mai 2016 in Göteborg präsentierte Studie sorgt für reichlich Spekulationen. Sie ist weder Stufenhecklimousine, noch Kombi, also kein konkreter Ausblick auf S40 oder V40. Offenbar will Volvo sich da nicht festlegen lassen, weil sämtliche Kompakte auch in China und den USA auf den Markt kommen werden, wo man den Sedan bevorzugt, während in Europa der Hatch beliebter ist. Volvo-Chefdesigner Thomas Ingenlath zeigte sich nicht abgeneigt, im Kompaktsegment etwas Neues einzuführen. Eine Mischung aus Sedan und Hatch wäre so eine neue Gattung, die vielleicht auch global Anklang finden könnte.
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Volvo Zukunft bis 2019

Volvo XC60 Illustration Volvo Coupé Illustration

Alleskönner SPA- und CMA-Plattform

Die kommende 40er-Baureihe erhält das aktuelle Markengesicht von Volvo.

Das Kompakt-Segment von Volvo baut auf der CMA (Compact Modular Architecture) auf, die auch der chinesische Mutterkonzern Geely bekommen wird. Die neue Plattform hat nicht nur Kapazität für Vierzylinder-Benziner und -Diesel sowie Dreizylinder und Plug-in-Hybridantriebe, sondern auch für einen Elektroantrieb inklusive Batterien. Und so geht das Plattform-Einmaleins bei Volvo: Während die Volvo-Oberklasse XC90, S90 und V90 sowie die spätere Mittelklasse mit den 60er-Modellen auf der SPA-Plattform (Scalable Product Architecture) stehen, fährt die kommende Kompakt-Baureihe mit XC40 und V40 auf der CMA-Basis. Bei ihr lassen sich Länge, Breite und Höhe variieren (S40/V40: 4,50 Meter Länge, 1,85 Meter Breite, 1,47 Meter Höhe). Infotainment-, Klimaanlagen-, sowie Sicherheitssysteme übernehmen die künftigen Kompakten von den Oberklassemodellen. 

Plug-in-Hybrid und Allradantrieb sind gesetzt

Bei den Antrieben gibt es den bekannten Diesel- und Benziner-Vierzylinder, einen Dreizylinder sowie einen Plug-in-Hybridantrieb im T5. Anders als im T8 sitzt aber kein 65 kW starker Elektromotor im Heck, der die Hinterräder antreibt und in Kombination mit dem Verbrenner an der Vorderachse für einen Allradantrieb sorgt. Beim T5 wird ein 50-kW-Motor zusammen mit dem Dreizylinder nur auf die Vorderräder wirken. Gekoppelt an eine Siebengang-Automatik soll der T5 dann 250 PS leisten und mit seiner 9,7 kWh großen Batterie bis zu 50 Kilometer elektrisch fahren können.

Volvos erstes E-Auto kommt 2019 auf Basis des SPA

Das erste Elektroauto von Volvo kommt 2019. Technisch profitieren auch S40 und V40. 

Später wird es für die 40er-Baureihe noch einen komplett elektrischen Antrieb auf gleicher Plattform geben. Die Reichweite soll 350 Kilometer betragen. Das erste E-Auto von Volvo wird 2019 jedoch zunächst auf der größeren SPA-Plattform präsentiert, erst später zieht man mit den Kompakten nach. Während Hersteller wie VW mit MQB und MEB zwei unterschiedliche Baukästen für Verbrenner und Stromer im Programm hat, kann Volvo mit nur einer Plattform alle Antriebsvarianten abdecken. Ein eigenständiges Design für die Schweden-Stromer wird es aber nicht geben, für einen kleinen Hersteller wie Volvo wäre das nicht zu finanzieren, heißt es aus dem Konzern.

Ausblick auf S40 und V40

  

Volvo S40 und V40 gebraucht ab 3000 Euro kaufen

Schwarzes Schaf in der Modellhistorie: Die erste Generation (1995-2004) glänzte nicht mit den typischen Volvo-Tugenden. 

Wer dem kompakten Schweden nicht abgeneigt ist und nicht bis 2019 warten möchte, sollte zunächst seine Finanzen checken: Los geht es für einen gebrauchten Volvo S40/V40 der ersten Generation (gebaut von 1995 bis 2004) bei rund 3000 Euro. Volvo-typisch fährt der Kompakte mit einer umfangreichen Sicherheitsausstattung vor. Der Volvo S40 bzw. V40 war das erste Auto mit vier Airbags – im NCAP-Crashtest erzielte der Schwede vier von fünf Sternen. Für den Vortrieb stehen Benziner mit 105 bis 200 PS bereit, bei den Selbstzündern sind es 90 bis 115 PS. Worauf gilt es bei der ersten Generation zu achten? Probleme machen vor allem die Beleuchtung, die Vorderachse sowie siffende Getriebe und Motoren. Einen genaueren Blick sollten Gebrauchtwagenkäufer ebenfalls auf die Bremsscheiben werfen, die überdurchschnittlich oft beim TÜV moniert werden. Positiv: Rost ist so gut wie kein Thema beim S40/V40.

Qualitätsmängel beim aktuellen S40/V40 sind kein Thema mehr.  

Wer auf der Suche nach einem Volvo S40/V40 der zweiten Generation (gebaut von 2004 bis 2012) ist, sollte mehr als 8000 Euro für einen S40 und 13.000 Euro für einen V40 einplanen. Motorseitig leisten die Benziner zwischen 100 und 230 PS, das Leistungsspektrum der Diesel reicht von 109 bis 180 PS. Für besonders umweltbewusste Fahrer bietet Volvo den S40 und den V40 als FFV (Flexible Fuel Vehicle) mit wahlweise 125 oder 145 PS an. Mit der zweiten Generation kehrte Volvo zu den Kern-Kompetenzen der Marke zurück. Mangelnde Qualität oder technische Unwägbarkeiten sind kein Thema.
Alles auf einen Blick: Gebrauchte Volvo S40/V40  

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