Volvo stellt Gas-Autos ein

Volvo stellt Gas-Autos ein

— 07.10.2006

Kein Spaß mit Gas

Volvo nimmt seine Bi-Fuel-Modelle vom Markt. 2007 stellen die Schweden mangels Nachfrage die Produktion aller gasbetriebenen Autos ein.

Der Beschluss des schwedischen Autoherstellers Volvo, die Produktion aller mit Gas betriebenen Autos einzustellen, hat im Heimatland Proteste ausgelöst. Die scheidende schwedische Umweltministerin Lena Sommestad sprach von einer Enttäuschung und einem Schritt zurück. Bertil Molden, Geschäftsführer des Kfz-Industrieverbandes, zeigte sich "überrascht". Gleichwohl bleibt es dabei: "Im Laufe des nächsten Jahres wird die Produktion der Gas-Fahrzeuge eingestellt. Auch die Bi-Fuell-Varianten der Modelle S60 und V70 werden betroffen sein", bestätigte Volvo-Pressesprecher Thomas Hanel.

Volvo begründet den Schritt mit der mangelnden Nachfrage. Die dürfte auch auf das dünne Gas-Tankstellennetz zurückzuführen sein. Seit 1995 hat der Hersteller lediglich 10.000 mit Natur- oder Biogas betriebene Autos ausgeliefert. Es müssten jedoch 15.000 pro Jahr sein, um rentabel zu sein. Ob Volvo wieder zu Gas-Autos zurückkehren wird, ließ Hanel offen: "Wir kennen die Materie. Ändert sich der Markt für Gas-Pkw, können wir schnell zurückkommen."

Von einem Schritt zurück will die Ford-Tochter indes nichts wissen: Volvo plant mit dem V70 Multi-Fuel einen Kombi, der fünf verschiedene Kraftstoffe vertragen soll. 2010 könnte er starten. Einstweilen sind in Schweden ethanol- und dieselgetriebene Autos im Kommen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres lag der Dieselanteil bei 17,6 Prozent, im Vorjahreszeitraum waren es nur 8,9 Prozent. Im Gesamtjahr 2006 soll der Anteil der früher in Schweden nicht sonderlich beliebten Diesel-Pkw bei 19 Prozent liegen.

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