Volvo-Treffen Vallåkra 2009 — 11.09.2009

Heiße Eisen im kühlen Norden

AUTO BILD SPORTSCARS-Redakteur Dietrich Erben ist Volvo-Fan durch und durch. Die jährliche Zusammenkunft begeisterter Marken-Fanatiker im schwedischen Vallåkra hat er sich auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen.

Sind Sie der Meinung, dass ein toller Urlaub nur im Süden stattfinden kann? Dann sollten Sie sich eines Besseren belehren lassen und Ihren nächsten Sommerurlaub einmal in Schweden buchen. Genau genommen Mitte August. Und zwar in Vallåkra. Das kleine Dorf in der Gemeinde Helsingborg bietet nicht nur einen überdimensionalen Flugplatz (170.000 Quadratmeter), sondern einmal im Jahr genau dort eines der größten Tuning-Treffen überhaupt. Ein Paradies mitten im Paradies Schweden. Am besten lässt man sich locker über das Gelände treiben und genießt die typisch schwedisch entspannte Atmosphäre. Stress ist auch fehl am Platz, schließlich bieten die schwedischen Tuning-Fans für deutsche Verhältnisse schier unbegreifbare Fahrzeugumbauten, deren Perfektion und Aufwand bis ins Detail wahrzunehmen oft einfach seine Zeit braucht

Verrückt: Lkw-Turbolader auf Pkw-Motoren

Erkenntnis: Einen Volvo ohne Turbo sucht man in Vallåkra vergeblich.

Erkenntnis: Einen Volvo ohne Turbo sucht man in Vallåkra vergeblich.

Enorme Tieferlegungen und riesige Räder sind bereits Standard, Lkw-Turbolader an Pkw-Motoren beinahe ebenfalls. Richtig angesagt sind im hohen Norden zudem extreme Karosserie-Arbeiten. Beispiel gefällig? Wie wäre es mit einer um zehn Zentimeter gechopten Volvo 740 Limousine? Oder einem Volvo 242 mit stilechtem 80er-Jahre Breitbau? Heckgetriebene Volvo – gebaut bis Ende der 90er – machen einen Großteil der Fahrzeuge aus. Die Popularität des Volvo 240 in Schweden ist vergleichbar mit der des VW Golf II in Deutschland. 7er- und 9er-Baureihe sind ebenfalls sehr beliebt. Aber auch die neuen Modelle 850, S60, V70, C70 oder C30 finden vermehrt Eingang in die Szene. Zudem kommen seit einigen Jahren immer mehr japanische Fahrzeuge nach Vallåkra. Mitsubishi Lancer, Nissan Skyline, Subaru Impreza oder Toyota Supra – meistens mit deutlich über 500 PS – machen den kultigen Japan-Style auch in Schweden allgegenwärtig. Rund 1500 Fahrzeuge wollen an beiden Tagen des Treffens bewundert werden.

Schaulaufen mit Burnouts, Donuts und Beschleunigungsduellen

Aufgemotzter Schwedenstahl in bester Spoiler-Traditon.

Aufgemotzter Schwedenstahl in bester Spoiler-Traditon.

Mit dabei sind zahlreiche historische Wagen. Volvo P120 (Amazon), der Typ PV 444 oder PV 544 (Buckel-Volvo) gibt es meistens in allen gebauten Karosserieformen zu sehen. Und auch die ulkigen A-Traktor, Fahrzeuge mit gesperrtem zweitem Gang für Jugendliche ab 16 Jahren, buhlen reihenweise um Aufmerksamkeit. Wer tollen Sound und Lkw mag, besucht das Treffen bereits am Samstag. Dann scheint es fast so, als kommen alle historischen Lastwagen Schwedens in Vallåkra zusammen. Scanic Valbis, LB 140 – immer mit bulligem V8-Sound – sowie alle Generationen von Volvos-Frontlenker und -Hauber gibt es von unrestauriert bis makellos zu bestaunen. Die Landebahn ist jedenfalls proppenvoll mit historischem Schwermetall.

Spätestens am Samstagnachmittag muss man sich aber auf den Weg ins nur wenige Kilometer entfernte Helsingborg machen. Dort dient die vierspurige Straße an der Hafenpromenade als Laufsteg der getunten und gestylten Autos. Also einfach ein Bier kaufen, sich unter die Menschenmasse an der Kreuzung vor dem Rathaus mischen und dabei zuschauen, wie sich die Freaks mit Burnouts, Donuts und Beschleunigungsduellen fit halten für den langen Schaulauf. Bis spät in die Nacht laufen die Motoren, hallt das Gezwitscher der Ablassventile in den Häuserschluchten, bohrt sich helles Quietschen durchdrehender Reifen in die Ohren. Es sei denn, die Polizei zieht vorzeitig die Spaßbremse. Trotz Partystimmung – auch abseits der Straßen in den Clubs der Stadt – darf man nicht vergessen, dass das Treffen am Sonntag bereits um sechs Uhr morgens beginnt. Early Birds werden dort mit Schnäppchen im von Volvo gemieteten Hangar und auf dem privaten Teilemarkt belohnt. Ein Trip nach Schweden lohnt also tatsächlich.

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Kommentare zum Artikel (6)

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Marco Stender
10.10.2009, 11:49Uhr

teil 1:

ich wohne in schweden und ich kann bestätigen dass es Tüv prüfer gibt :P übrigens hat der amazon 123GT 115PS, der 122 hatte 103. Hab letztens einen kaufen können für umgerechnet 1500 euro (nein es fehlt keine null) aber was soll ich mit 3 volvos xD (besitze einen amazon 121 und einen 740er)

Kann übrigens auch das End of Summer Power Meet in emmaboda empfehlen, zwar nur klein, aber auch gut .

Marco Stender
10.10.2009, 11:48Uhr

teil 2:
Gruß aus Jönköping
Marco

P.S. wer fotos möchte einfach melden bei icq. 208-322-360 UND ANGEBEN dass ihr fotos vom treffen wollte, da ich immoment von zich millionen tschechen und russen dauernd geadded werde (die müssen echt lange weile haben...), sperre ich automatisch jeden der keine begründung da lässt.

miki
24.09.2009, 18:06Uhr

zdravo na site od mk,toa se prekrasni atomobili mnogo obozavam tunink avtomobili i mnogo mi e kef koga gi gledam pozdrav do site tunink obozavateli

bikedv
13.09.2009, 14:22Uhr

es ist ja immernoch ein dorf wo der flugplatz ist und nicht chicago, london oder frankfurt

typ
12.09.2009, 14:18Uhr

Ein "überdimensionaler flugplatz" mit 170000 qm??? lächlich.da hat jedes auto mit besitzer eine fläche von 10 mal 10 metern.dasc is ziemlich eng. und eine landebahn die 1 kilometer lang ind 170 meter breit ist ist echt klein!!!

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