Volvo C30 1.8

Volvo-Verkauf nach China

— 23.12.2009

Ford und Geely einig

Die Volvo-Mutter Ford hat bestätigt, dass Volvo in chinesische Hände übergeht. Ford sei sich mit Geely "in allen wesentlichen Punkten" einig. Trotzdem gibt es noch offene Fragen finanzieller Art.

(dpa) Der schwedische Autobauer Volvo geht in chinesische Hände über. Der Volvo-Mutterkonzern Ford bestätigte am Mittwoch (23. Dezember 2009) in Detroit ebenso wie Geely in China die Einigung "in allen wesentlichen Punkten" bei den in London geführten Übernahmeverhandlungen. Allerdings gibt es noch offene Fragen – nicht zuletzt mit Blick auf die Finanzierung. Sie sollen Anfang 2010 geklärt werden. Die endgültige Einigung über den Verkauf der Edelmarke wird im zweiten Quartal angestrebt, hieß es weiter.

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"Alle wichtigen kommerziellen Fragen zum möglichen Verkauf von Volvo zwischen Ford und Geely sind geklärt", teilte der US-Hersteller in Detroit mit. Geely bestätigte, dass Volvo nach der geplanten Übernahme seine weltweit führende Position bei Sicherheits- und umweltfreundlicher Autotechnik selbstständig behalten und ausbauen soll. Ford zieht sich komplett aus allen Eignerfunktionen bei Volvo zurück. Die als besonders kompliziert geltenden Patentfragen sollen geklärt sein. Geely-Chef Li Shufu sagte zu den Endverhandlungen: "Geely wird sich bemühen, die Transaktion mit allen betreffenden Partnern abzuschließen, was im Interesse aller ist."

Ford hat seine mit hohen Verlusten agierende Tochter in Schweden kurz nach Ausbruch der Finanzkrise zum Verkauf angeboten. Volvo produzierte 2008 mit 20.000 Beschäftigten knapp 375.000 Autos. Das Unternehmen wurde trotz massiver Absatzeinbrüche immer als überlebens- und verkaufsfähig eingestuft. 1927 in Göteborg gegründet, wurde Volvo 1999 von seinen heimischen Eignern teilweise an Ford verkauft: Während die Pkw-Sparte komplett in US-Hände überging, verblieb die Herstellung von Nutzfahrzeugen unter dem alten Namen bei den skandinavischen Eignern. Volvo produziert neben dem schwedischen Stammsitz auch in Belgien, China, Malaysia und Thailand und galt bis auf die Schlussphase mit den Folgen der Finanz- und Autokrise und einem massiven Absatzeinbruch stets als erfolgreiche Ford-Tochter.

Die seit Monaten geführten Übernahmeverhandlungen mit Geely wurden von den schwedischen Gewerkschaften zunächst eher skeptisch begleitet. Es hieß immer wieder, Geely habe keinerlei eigene Erfahrung mit der Produktion hochmoderner Autos mit komplexer Technik. Außerdem sei die Verlagerung der Produktion aus Europa nach China zu befürchten. Als Plus mit Geely galt dagegen der unmittelbare Zugang zu den großen Wachstumsmärkten in Asien. Beim kleineren schwedischen Volvo-Konkurrenten Saab fürchten dagegen 3400 Beschäftigte akut um die Existenz ihres Arbeitgebers: Der bisherige Mutterkonzern General Motors will das Unternehmen stilllegen, verhandelt allerdings in letzter Minute noch mit dem niederländischen Sportwagenbauer Spyker.

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