Volvo XC90 D5 Automatik

Der Diesel ist die erste Wahl Der Diesel ist die erste Wahl

Volvo XC90 D5 Automatik

— 15.10.2002

Der Diesel ist die erste Wahl

Bei Testfahrten in der Schweiz mit maximal Tempo 120 km/h verbrauchte der Volvo XC90 10,3 Liter auf 100 Kilometern. Ein guter Wert?

Nicht besonders temperamentvoll

Volvo macht's spannend: Nachdem wir die ersten XC90 in den USA fahren konnte, standen die Journalisten-Testwagen diesmal in der Schweiz bereit. Wir schnappten uns einen Diesel – die für Deutschland wichtigste Variante – und machten uns auf in die Berge rund um den Genfer See.

Kleine, kurvige Landstraßen, dazwischen ab und zu mal ein kurzes Stück Autobahn mit maximal 120 km/h (mehr ist in der Schweiz nicht erlaubt). Am Abend zeigte der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 10,3 Liter/100 km. Kein schlechter Wert für ein so stattliches Auto, aber auch keine Sensation. Wer auf deutschen Autobahnen öfter mal die Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h (Werksangabe) ausnutzt, kommt mit diesem Verbrauch garantiert nicht über die Runden. Da werden dann weitere ein bis drei Liter Express-Zuschlag fällig.

Womit der XC90 D5 (2,4-Liter-Fünfzylinder, 163 PS, 340 Nm) auf dem Niveau seiner Wettbewerber Mercedes ML 270 CDI (2,7-Liter-Fünfzylinder, 163 PS, 400 Nm) und BMW X5 3.0d (3,0-Liter-Sechszylinder, 184 PS, 410 Nm) liegt. Das gilt auch für die Fahrleistungen: Der Dieselmotor (vorerst nur mit Automatik lieferbar) bringt das 2,2 Tonnen schwere Volvo-SUV anständig, aber nicht ausgeprägt temperamentvoll von der Stelle.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Verglichen mit dem BMW X5 fühlt sich der Volvo auf kurviger Strecke schwerfälliger an. Der Schwede ist weicher gefedert, neigt sich stärker in Kurven und reagiert träger auf Lenkbefehle. Der XC90 wirkt auch gegenüber der seit fünf Jahren gebauten Mercedes M-Klasse auf der Straße subjektiv keineswegs überlegen.

Im Gelände fehlen dem Volvo und dem BMW das Untersetzungsgetriebe. So haben beide abseits des Asphalts gegen den Mercedes keine Chance. Hoffnungslos hinkt der XC90 bei der Anhängelast hinterher: Magere 2250 Kilo darf er an den Haken nehmen. BMW (3500 kg) und Mercedes (3365 kg) sind für gut eine Tonne mehr ausgelegt. Selbst ein Hyundai Santa Fe (2380 kg) schleppt größere Anhänger. Und: Obwohl der siebensitzige D5 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2720 Kilo knapp unter der 2,8-Tonnen-Grenze liegt, plant Volvo keine Auflastung auf 2810 Kilo. Die Gewichtsbesteuerung (172 Euro pro Jahr) fällt damit flach: 371 Euro Kfz-Steuer für den D5.

Trotzdem: Der Volvo sieht gut aus, hat viel Platz und einen durchdachten Innenraum. Mit dem Diesel ist er vernünftig motorisiert, und der Grundpreis von 40.600 Euro (D5 Automatik Fünfsitzer) geht angesichts der guten Serienausstattung voll in Ordnung.

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