Volvo XC90 Plug-in-Hybrid: Fahrbericht

Volvo XC90 T8 Plug-in-Hybrid Volvo XC90 T8 Plug-in-Hybrid Volvo XC90 T8 Plug-in-Hybrid

Volvo XC90 Plug-in-Hybrid: Fahrbericht

— 23.02.2015

Auf V8 gemacht

Volvo setzt beim XC90 ausschließlich auf Vierzylinder. Beim T8 verhilft ein zusätzlicher E-Motor zu 400 PS. Genug für das 2,4 Tonnen schwere Top-Modell?

Video: Volvo XC90 (2015)

Schloss auf Rädern

Von wegen trinkfeste Wikinger! Wenn Volvo im Sommer 2015 endlich den neuen XC90 an den Start bringt, predigen die Schweden strikte Enthaltsamkeit. Wo die meisten Hersteller in die Top-Modelle ihrer großen Geländewagen Sechs- und Achtzylinder-Motoren einbauen, kocht Volvo beim neuen XC90 stets auf vier Töpfen. Wer partout nach Nachschlag ruft, den lockt Volvo mit der Top-Version T8, die als Plug-in-Hybrid ausgelegt ist. Auf dem Papier mag das funktionieren. Denn mit einer Systemleistung von 400 PS und zusammen bis zu 640 Newtonmetern Drehmoment liegt der XC90 T8 tatsächlich auf dem Niveau mancher V8-Modelle. Doch wie sieht es in der Praxis mit der Schlagkraft von Thors neuem Hammer aus?
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Großer Schwede eher Gleiter als Fighter

Wer Leistung fordert, wird beim T8 klanglich nicht belohnt. Der Vierzylinder wird unter Last knurrig.

So lange man die 320 PS des Turbo-Vierzylinders genauso fordert wie die 80 PS der im Heck verbauten E-Maschine, kommt die 2,4 Tonnen schwere Fuhre flott in Fahrt. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft der T8 immerhin in 5,9 Sekunden. Doch man muss das Gaspedal ganz, ganz zart bedienen, wenn man aus dem 9,2 Kilowattstunden großen Akku im Mitteltunnel tatsächlich jene 40 elektrischen Kilometer quetschen möchte, die Volvo seinen Kunden verspricht. Und sobald man etwas fester zutritt, stellt einem der eigenwillige Sound des zwei Liter großen Vierzylinders die Nackenhaare auf. Kein sonores Brummen oder wütendes Brüllen, wie man es in dieser Leistungsklasse gewohnt ist. Vielmehr knurrt und knarrt das DriveE-Triebwerk etwas trocken und lustlos. Auch in puncto Höchstgeschwindigkeit kann der XC90 T8 nicht auftrumpfen. Mit 230 km/h Spitze ist die Konkurrenz meist schneller. Aber vielleicht ist das ganz gut so. Denn mit der optionalen Luftfederung ist der große Schwede eher zum Gleiten als zum Fighten ausgelegt. Mit anderen Worten: Das Flaggschiff glänzt als gelassener Kilometerfresser, nicht aber als Kurvenräuber. Da haben BMW und Co ihre Massen und deren Fliehkräfte deutlich besser im Griff.
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Knapp 80.000 Euro Einstiegspreis

Trotz Plug-in-Hybrid scheint sich die Top-Version des XC90 beim Verbrauch nicht zurückzuhalten.

Sonderlich sparsam scheint der Plug-in-Hybrid übrigens auch nicht zu sein. Natürlich wird niemand ernsthaft die 2,5 Liter erwarten, die das Datenblatt für den absurden Norm-Zyklus verspricht. Aber man muss sich schon sehr viel Mühe geben, wenn man den Verbrauch wenigstens einstellig halten will. Und wenn man die ganze Leistung bisweilen auch mal fordert und öfter im Power-Modus fährt, dann zeigt der Bordcomputer ganz schnell 15 und mehr Liter an. Da steht der T8 einem V8-Motor in nichts nach. Das gilt übrigens auch für den Preis: Mit 76.705 Euro liegt der XC90 T8 auf einem Niveau mit dem Mercedes ML 500 oder dem BMW X5 50i. Und die haben dann tatsächlich acht Zylinder unter der Haube.

Volvo XC90 T8 Plug-in-Hybrid: Fahrbericht

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Autor: Thomas Geiger

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