Volvo XC90 T8 Twin Engine (2016): Fahrbericht

Volvo XC90 T8 Twin Engine (2016): Fahrbericht

— 02.02.2016

So fährt der XC90 mit Hybrid

Neues vom Volvo XC90: Das große SUV aus Schweden kommt mit 407-PS-Plug-in-Hybrid und R-Design-Optikpaket. AUTO BILD ist den T8 Twin Engine gefahren.

Mit seinem Hybridantrieb gibt der Volvo XC90 ein besonderes Versprechen ab: 49 Gramm CO2 soll das große SUV im Schnitt ausstoßen. Das entspricht 2,1 Litern Super. Können Sie gleich vergessen, wir haben es nicht geschafft, so wenig zu verbrauchen. Was aber auch an dem Norm-Zyklus liegt, den Plug-in-Hybride rechnerisch besonders sparsam durchfahren: Der verfahrene Strom geht mit null Gramm CO2 in die Rechnung ein. Bis zu 43 Kilometer soll der XC90 T8 Twin Engine elektrisch fahren können. Dafür lagern im Mitteltunnel 9,2 kWh starke Akkus, die auch an der Steckdose aufgeladen werden können. Das dauert je nach Stromstärke zwischen 2,5 (16 Ampere) und zwölf Stunden (6 Ampere).
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Der neue Volvo XC90 im ersten Vergleich

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Der Elektromotor an der Hinterachse leistet 87 PS und 240 Nm maximales Drehmoment.

Viel schneller geht der XC90 von 0 auf 100: in 5,6 Sekunden soll der Standardsprint erledigt sein. Mit allen Rädergrößen ab 19 Zoll rennt der Hybrid-XC90 bis zu 230 km/h. Serienmäßig hat die von uns gefahrene Ausstattungslinie R-Design 20-Zoll-Räder in Titanoptik. Kräftigere Front- und Heckschürzen, trapezförmige Auspuffblenden und ein Kühlergrill mit horizontalen Streben in hochglänzendem Schwarz machen den Unterschied zu allen anderen Ausstattungslinien. Experten erkennen das R-Design außerdem an seidenmatten Außenspiegeln. Innen sorgen stärker ausgeformte Sitze mit Nubuk-Textil-Polstern für mehr Halt in scharfen Kurven. Wer mag, kann das Interieur für 750 Euro außerdem mit Leisten aus echtem Carbon aufwerten.

Gebrauchter Volvo XC90 im Test

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Der XC90 ist verhältnismäßig agil

Die sportliche Optik mag zwar bei einem ausgewachsenen SUV für sieben Personen deplatziert wirken. Doch wenn den Fahrer der Hafer sticht, geht der XC90 erstaunlich hohe Geschwindigkeiten mit, bewegt sich für seine Größe durchaus leichtfüßig und agil – wenn auch mit deutlichen Karosseriebewegungen. Der Hybridantrieb hat ebenfalls Kraft und klingt bei kräftigem Gasgeben sogar kernig. Dass ein Vierzylinder unter der vorderen Haube arbeitet, bemerken gute Ohren dann allerdings schon. Auf nasser Straße wird außerdem klar, dass der per Turbo und Kompressor aufgeladene Benziner seine 320 PS komplett an die Vorderachse schickt; der Fahrer spürt das an einer zerrenden Lenkung. Die Hinterachse treibt ein Elektromotor mit 87 PS und 240 Newtonmetern an.

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Auch ein Offroadmodus steht zur Auswahl

Bis zu 125 km/h schnell fährt der XC90 dank Batteriepower rein elektrisch.

Sechs Fahrprogramme stehen zur Verfügung. Hybrid ist die Grundeinstellung, die Elektronik versucht, den Elektromotor einzuspannen, so oft es geht. In Pure fährt der XC90 am liebsten elektrisch, was bis 125 km/h möglich ist. In Save behalten die Akkus Strom für mindestens 20 Kilometer elektrische Reichweite, sodass zum Beispiel eine Stadt elektrisch durchfahren werden kann. Die volle Kraft der 407 PS ruft Power ab, späteres Hochschalten inklusive. Und in AWD bleibt der Elektromotor an der Hinterachse eingekuppelt, um ihn schnell beteiligen zu können. Bei niedrigen Geschwindigkeiten steht außerdem Offroad zur Verfügung. Eine eigene Kombination von Einstellungen kann der Fahrer unter dem Menüpunkt Individual ablegen. Eingestellt werden die Kombinationen über ein Drehrad auf der Mittelkonsole – wie bei allen anderen XC90. Bedient wird über den Tipp-Wisch-Bildschirm in der Mittelkonsole. Dort sind nicht alle Funktionen sofort durchschaubar und manche auch in Menüebenen versteckt. Einen kleinen Nachteil hat der hübsche Wählhebel aus Glas: Er möchte die Fahrtrichtung durch doppeltes Drücken bestätigt haben und gibt kein haptisches Feedback, ob der Gang drin ist. Doch das ist vielleicht der Preis der Schönheit.
Autor:

Andreas Of

Fazit

Bis auf Kleinigkeiten wie eine teils etwas verkomplizierte Bedienung überzeugt der XC90 T8 Twin Engine. Vor allem der kräftige und kultivierte Antrieb lässt nichts vermissen – noch nicht einmal zusätzliche Zylinder. Doch die 2,1 Liter haben wir nicht geschafft. Bei uns pendelte der Verbrauch zwischen acht und neun Litern, die Akkus waren am Ende leer. Gar nicht schlecht für ein 407-PS-SUV mit Benzinmotor und über zwei Tonnen Gewicht.

Stichworte:

Plug-in-Hybrid SUV

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