Vor dem GP von Japan 2005

Vor dem GP von Japan 2005

— 07.10.2005

Hoffen auf Hilfe von oben

Regen soll Michael Schumacher in Suzuka aufs Podest spülen. Bei Kimi Räikkönen herrschte erneut Stillstand, beim Weltmeister Zufriedenheit.

Nackenschläge ist Michael Schumacher in dieser Saison gewöhnt. Der erwartete Niederschlag für das bevorstehende Rennwochenende in Suzuka jedoch erfreut ausnahmsweise das Herz des Ex-Weltmeisters. Ein Podestplatz soll, wenn's geht, herausspringen. Immerhin. Doch dafür braucht der Regenspezialist voraussichtlich Hilfe von oben. "Der Regen kann ein entscheidender Faktor sein", erklärte der Ferrari-Fahrer vor dem Qualifying am Samstag und dem GP von Japan am Sonntag (7.00 Uhr MESZ/RTL und Premiere).

Einen feuchten Vorgeschmack gab's bereits am Freitag, als Petrus 20 Minuten vor dem Ende des zweiten Freien Trainings seine Schleusen öffnete und so das Ergebnis ein wenig verwässerte. Seine zweitbeste Zeit schuldete Schumi denn auch mehr dem eingesetzten zweiten Satz Reifen als neuer Stärke seines Autos. "Wir haben Stillstand", bilanzierte der Rekordchampion, der die beste seiner 16 Runden auf dem 5,821 Kilometer langen Kurs in 1:31,716 Minuten absolvierte (nur Toyota-Testfahrer Ricardo Zonta/Brasilien war 1,034 Sek. schneller). Ansonsten wirkte der siebenmalige Titelträger ratlos, weil die Testfahrten vor dem Asien-Trip weder neue Erkenntnisse brachten noch Wirkung zeigten: "Wo wir uns jetzt genau befinden, weiß ich auch nicht. Rückschritte haben wir hoffentlich keine gemacht."

Ratlosigkeit herrschte auch bei Konstrukteuers-Titelanwärter McLaren-Mercedes. Grund: der neuerliche Motorschaden am MP4-20 von Kimi Räikkönen – sein vierter der laufen Saison. Der Finne trat zum zweiten Training mit neuem Triebwerk an und darf "zur Belohnung" am Sonntag im Rennen zehn Plätze weiter hinten starten. Nutznießer der Mercedes-Malaisen könnte Renault sein, das mit 162 Punkten lediglich zwei Zähler in der Team-Wertung zurückliegt. "Aus meiner Sicht ist alles okay", sagte der frisch gekürte Weltmeister Fernando Alonso nach seinen Plätzen sechs und acht. "Wir waren schnell unterwegs, aber da ist noch mehr Potenzial sowohl im Auto als auch in mir", so der Renault-Anführer.

Darauf hofft auch Ralf Schumacher vor dem Toyota-Heimrennen. Im neuen TF105 B fuhr er nach dem 17. Rang im ersten Training anschließend auf den sechsten Platz. "Das ist hier meine Lieblingsstrecke und ich habe sehr gute Erinnerungen an den Kurs", sagte der 30jährige, der vor neun Jahr Formel-3000-Meister in Japan wurde. "Vielleicht schaffen wir jetzt einen Podiumsplatz."

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